Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 17. Januar 2020

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Pensionierung: Die Folgen der Negativzinsen sind gravierend

Negative Zinsen haben gravierende Folgen für die Ersparnisse und das Einkommen im Alter. Jetzt muss man Prioritäten setzen und seine Finanzen in die Hand nehmen.

Mit diesen Herausforderungen muss man sich auseinandersetzen, wenn man seinen Lebensstandard im Alter behalten möchte.

Sparkonto – ein Verlustgeschäft: Die Zeiten, in denen sich das Geld auf dem Sparkonto vermehrte, sind vorbei. Banken zahlen kaum noch Zinsen. Der Effekt des Zinseszinses fällt so gut wie weg. Und immer mehr Banken wälzen die Negativzinsen auf Sparer ab, die 100'000 Franken und mehr auf dem Konto haben.

Tipp: Heute müssen Sie mehr Risiken eingehen: Investieren Sie einen Teil der Ersparnisse in günstige ETF und Indexfonds. Vorsicht: Viele Banken bieten Fondssparpläne an. Diese Anlagen sind oft aktiv gemanagt – und das ist teurer als ein ETF-Sparplan. Nutzen Sie ETF auch für Ihre Säule 3a. Der Wert Ihres Guthabens kann zwar schwanken, dafür ist die Rendite langfristig deutlich höher als auf dem Zinskonto. Und wählen Sie ETF, die Dividenden ausschütten, um ein zusätzliches Einkommen zu erzielen.

Pensionskasse – Rente schrumpft: Fatal sind Negativzinsen auch für die meisten Pensionskassen. Denn kombiniert mit der Überalterung machen sie es ihnen schwer, ihre Leistungsversprechen zu erfüllen. Darum senken Pensionskassen laufend ihre Umwandlungssätze. Von 2010 bis 2019 sank der durchschnittliche Umwandlungssatz gemäss Swisscanto von 6,74 auf 5,73 Prozent. Das bedeutet 5050 Franken weniger Rente pro Jahr (siehe Grafik). Bis 2023 wird der Umwandlungssatz voraussichtlich auf 5,45 Prozent fallen. Damit schrumpft die Rente um 6450 Franken – das sind fast 20 Prozent weniger.

Sinkende Umwandlungssätze: So gross ist die Renteneinbusse
Beispiel: 65-jähriger Mann; PK-Guthaben 500'000 Franken; Umhüllende Umwandlungssätze: Mittelwerte von über 500 Pensionskassen; PK-Renten in Franken
Sinkende Umwandlungssätze: So gross ist die Renteneinbusse

Quellen: Swisscanto Pensionskassen-Studie 2019, VZ VermögensZentrum

Tipp: Prüfen Sie alle Massnahmen, um die tieferen Renten auszugleichen: Lassen Sie berechnen, wie gross Ihre Einkommenslücke ist. So wissen Sie, wie viel Sie zusätzlich sparen müssen, um Ihren Lebensstandard zu halten. Nutzen Sie auch Ersparnisse und Erbschaften, um in die Säule 3a und Pensionskasse einzuzahlen. Das verbessert Ihre Situation deutlich.

Bei den immer tieferen Umwandlungssätzen kann es sich lohnen, einen Teil des PK-Geldes nicht als Rente zu beziehen, sondern als Kapital, das Sie selbst anlegen und Schritt für Schritt verzehren. Das ist eine grosse Verantwortung. Am besten erstellen Sie darum einen Finanzplan, um den Vermögensverzehr gut zu organisieren. Der Plan zeigt, wie sich Einkommen, Ausgaben und Vermögen bis zur Pensionierung und darüber hinaus entwickeln. Und bleiben Sie länger berufstätig oder schieben Sie die AHV-Rente auf, wenn Sie noch nicht darauf angewiesen sind. So fällt Ihre Rente lebenslang höher aus.

Hypotheken – es geht noch günstiger: Hypothekarnehmer gehören zu den Gewinnern der Negativzinsen. Sie können heute zum Beispiel eine langfristige Festhypothek zu einem rekordtiefen Preis aufnehmen.

Tipp: Trotz "Schnäppchenpreisen" für Festhypotheken sind Geldmarkthypotheken immer noch günstiger! Und falls die Banken Negativzinsen auf allen Sparguthaben einführen, werden Geldmarkthypotheken sogar noch günstiger. Wer heute aber eine Festhypothek abschliesst, verpasst diese Chance.

Geld sparen, wo es einschenkt: Angesichts der drohenden Einkommenslücke gilt es jetzt erst recht, grosse Sparpotenziale zu nutzen. Am besten setzt man bei den Steuern und Gebühren an.

Tipp: Prüfen Sie eine Früh- oder Teilpensionierung, um Steuern zu sparen und das aktuelle Rentenniveau mindestens teilweise zu sichern. Machen Sie fünf bis zehn Jahre vor der Pensionierung eine Steuerplanung, um alle Chancen zu nutzen. Die wichtigsten Ansatzpunkte sind Einzahlungen in steuerbegünstigte Vorsorgegefässe und gestaffelte Bezüge der Vorsorgegelder.

Vergleichen Sie Ihre Finanzdienstleistungen. Viele bezahlen zu hohe Versicherungsprämien sowie happige Bankgebühren für Konto, Wertschriftendepot, Zahlungsverkehr und Säule 3a. Das frisst das Ersparte auf. Berechnungen zeigen, dass Haushalte mehrere tausend Franken im Jahr sparen können, wenn sie günstigere Anbieter wählen.

Sie möchten sicher sein, dass Ihnen künftig genug Geld bleibt? Bestellen Sie das kostenlose Merkblatt "Negativzinsen und Pensionierung". Oder reservieren Sie einen kostenlosen Termin im VZ in Ihrer Nähe.