Tipps für Ihre Geldanlagen

Newsletter vom 22. Juli 2020

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Fokus: Geld anlegen – vermeiden Sie diese Fehler

Bei der langfristigen Geldanlage haben die Anlagestrategie und die Gebühren einen massgeblichen Einfluss auf den Erfolg. Doch viele Privatanleger setzen gerade nicht hier den Schwerpunkt.

Der Fokus der Anleger liegt meistens auf der Suche nach erfolgversprechenden Titeln. Dabei trägt die Wahl der Titel nur etwa zehn Prozent zum Anlageerfolg bei, wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen. Einen viel grösseren Einfluss auf die Anlagerendite – rund 70 Prozent – hat die Verteilung des Vermögens auf die verschiedenen Anlageklassen wie Aktien, Obligationen oder Immobilienfonds.

Die Festlegung der verschiedenen Anlageklassen in Rahmen einer Anlagestrategie hilft auch, längerfristig am Anlageziel festzuhalten. Denn häufig lassen sich Anleger von den kurzfristigen Schwankungen an den Finanzmärkten beeinflussen und kaufen oder verkaufen Wertpapiere aus einem Bauchgefühl heraus oder aufgrund des oft zu beobachtenden Herdentriebs. Meist stellen sich diese Entscheide jedoch als falsch heraus, was die Anlagerendite empfindlich schmälern kann (siehe Grafik 1). Mit einer disziplinierten Umsetzung der Anlagestrategie macht man sich dagegen nicht zum Spielball der Marktstimmung.

Fehlende Strategietreue schwächt die Rendite
So verhalten sich viele Anleger typischerweise: Sie fällen Investitionsentscheide häufig aus einem Bauchgefühl oder aus dem Herdentrieb heraus, was zu ungewünschten Renditeverlusten führt.
Fehlende Strategietreue schwächt die Rendite

Eine ausgewogene Anlagestrategie verteilt das Kapital möglichst breit auf unterschiedliche Anlageklassen und Subanlageklassen (Regionen, Länder oder Sektoren). Das ist wichtig, um Klumpenrisiken im Depot zu vermeiden.

Ein Schlüssel zum Erfolg ist auch die korrekte Einschätzung der individuellen Risikofähigkeit und Risikobereitschaft. Viele Anleger gehen oftmals zu hohe Risiken ein. So kann es durchaus vorkommen, dass jemand zwar bereit ist, höhere Risiken einzugehen und grössere Schwankungen in seinem Depot auszuhalten, aufgrund seiner finanziellen Einkommens- und Vermögenssituation dazu aber gar nicht fähig ist.

Aber nicht nur die eigene Risikoneigung kann falsch eingeschätzt werden, sondern auch mögliche Risiken bei den in Frage kommenden Wertpapieranlagen. So sind komplexe Anlagen wie strukturierte Produkte oftmals nicht so leicht verständlich und ihre Risiken häufig nur schwer zu beurteilen. Grundsätzlich empfiehlt sich, nur Anlageprodukte einzusetzen, deren Mechanismen gut nachvollzogen werden können.

Gebühren schenken ein

Nicht zuletzt schlagen sich bereits kleine Gebührenunterschiede bei den Anlageprodukten oder den Banken langfristig stark in der Vermögensentwicklung nieder. Je höher die Gebühren, desto mehr Rendite braucht es, um diese zu "verdienen".

Wie gross der Einfluss der Gebühren ist, zeigt ein vereinfachtes Beispiel. Auf 20 Jahre hochgerechnet schauen bei einer Investition von 500'000 Franken über 76'000 Franken mehr heraus, wenn die Gebühren nur schon um 0,5 Prozent tiefer sind (siehe Grafik 2). Aus diesem Grund sind bei der langfristigen Geldanlage ETF und Indexfonds zu empfehlen.

Die Gebühren sind von zentraler Bedeutung
In 20 Jahren 76'000 Franken mehr Ertrag dank Gebühren, die um 0,5 Prozent tiefer sind.
Die Gebühren sind von zentraler Bedeutung

Für ETF und Indexfonds bezahlt ein Anleger im Durchschnitt 0,3 Prozent an jährlichen Gebühren, für aktive Fonds hingegen zwischen 1 bis 2 Prozent. Beim langfristigen Vermögensaufbau fallen diese Kostenunterschiede stark ins Gewicht.

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