Tipps für Ihre Geldanlagen

Newsletter vom 18. März 2020

Informieren Sie sich jede Woche aktuell über die neuesten Entwicklungen an den Finanzmärkten.

Aktuelles zu Börsen & Märkten

Zentralbanken greifen zu drastischen Massnahmen: Zahlreiche Zentralbanken haben zur Abfederung der konjunkturellen Folgen der Coronavirus-Krise ausserplanmässige geldpolitische Lockerungsmassnahmen ergriffen. Die US-Notenbank Fed senkte diesen Monat schon zum zweiten Mal ausserterminlich den Leitzins (siehe Grafik). Die neue Spanne liegt bei null bis 0,25 Prozent und damit einen vollen Prozentpunkt niedriger als zuvor. Zudem will sie der Wirtschaft in den kommenden Wochen mindestens 1’500 Mrd US-Dollar bereitstellen. Die Bank of England senkte den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 0,25 Prozent und hilft bei der Kreditfinanzierung für Unternehmen und lockert die Kapitalanforderungen für Banken. Die Europäische Zentralbank (EZB) konzentriert sich darauf, die Liquiditätsversorgung für den geschwächten Bankensektor sicherzustellen. Auf eine Zinssenkung hatte die EZB – entgegen den Markterwartungen – verzichtet. Diese Massnahme dient ebenfalls zum Schutz der Bankenprofitabilität. Zudem vereinbarten die Währungshüter in den USA, in der Eurozone, in Kanada, in Grossbritannien, in Japan und in der Schweiz, günstige Dollar-Kreditgeschäfte anzubieten. Damit soll das Finanzsystem global gestärkt und die Versorgung von Banken und Firmen mit der Weltleitwährung gesichert werden.

Leitzinsen sinken
Alle grossen Notenbanken, die Spielraum bei den Leitzinsen haben, senkten die Zinsen teilweise drastisch.
Leitzinsen sinken

Quelle: Bloomberg

Was kann jetzt noch an Massnahmen kommen? Die Regierungen und verschiedene internationale Organisationen haben ihre Unterstützung im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise zugesichert. Der Internationale Währungsfonds beispielsweise ist bereit, seine Kreditkapazitäten in der Höhe von 1’000’000’000’000 US-Dollar (1 Bio) auszuschöpfen, um die Staaten bei der Bekämpfung des Virus zu unterstützen. Die USA wollen ein nationales Hilfspaket in ähnlicher Grössenordnung (1,2 Bio) verabschieden, welches unter anderem Direktzahlungen an die amerikanischen Bürger von mindestens 1'000 US-Dollar pro Empfänger vorsieht. Das Paket muss noch vom Kongress bewilligt werden. In Deutschland will die staatliche Entwicklungsbank KfW Kredite bis zu 550 Mrd Euro vergeben, um die europäische Wirtschaft zu schützen. Italien setzt 25 Mrd Euro sehr gezielt für betroffene Bürger und KMU ein, zum Beispiel in Form von Finanzhilfen für Kinderbetreuung und direkten Lohnzuschüssen. Und es ist mit noch viel mehr zu rechnen.

China sieht Höhepunkt der Infektionswelle überschritten: China hat laut Angaben der Pekinger Gesundheitskommission den Höhepunkt der Coronavirus-Ausbreitung überschritten. Die Zahl neuer Infektionen gehe immer weiter zurück. Tatsächlich hat China in den vergangenen Tagen laut der offiziellen Statistik deutlich weniger Neuinfektionen und Todesfälle gemeldet. Auch die Zahl der neuen Todesopfer stieg zuletzt so langsam wie seit Wochen nicht mehr. Inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage widerspiegelt und wie hoch die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle ist, ist jedoch unklar.

Fokus: Nachhaltige Indizes – was ist das genau?

Das Nachhaltigkeitsprofil von Börsenindizes lässt sich verbessern. Davon können Anleger mittels kostengünstiger ETF und Indexfonds profitieren.

Immer mehr Menschen wollen ihr Geld so anlegen, dass es auch der Umwelt und der Gesellschaft einen Nutzen bringt. Doch nicht allen gelingt das, zum Beispiel, weil die Produkte nicht das halten was sie versprechen. Grundsätzlich kann sich Nachhaltigkeit bei der Geldanlage für alle auszahlen. Studien zeigen, dass diese Anleger ähnliche Renditen erwarten können wie konventionelle Anleger. Inzwischen existiert in der Geldanlage eine Vielzahl an verschiedenen Anlageansätzen beim Thema Nachhaltigkeit.

Der älteste und einfachste nachhaltige Anlageansatz ist jener der Ausschlüsse. Dabei liegt der Fokus darauf, bestimmte Geschäftsaktivitäten oder Branchen zu vermeiden, die nicht den eigenen Wertvorstellungen entsprechen. Ein anderes Beispiel ist der Best-in-Class-Ansatz, bei dem nur in diejenigen Unternehmen investiert wird bzw. bei dem nur jene Unternehmen in einen nachhaltigen Index aufgenommen werden, die innerhalb ihrer Branche ihre ökologische, soziale und unternehmerische Verantwortung am besten wahrnehmen.

Oft kommen Mischformen der verschiedenen Ansätze zum Einsatz. So wird der Best-in-Class-Ansatz beispielsweise mit Ausschlüssen ergänzt. Ziel dieser Anlageansätze ist es, das Nachhaltigkeits- bzw. ESG-Profil – die Abkürzung steht für Environmental (Umwelt), Social (soziale Verantwortung) und Governance (Unternehmesführung) – eines Indexes gegenüber dem jeweiligen klassischen marktkapitalisierten Hauptindex zu verbessern.

Nachhaltigkeit und Diversifikation

Einer der grössten Anbieter von nachhaltigen Indizes ist MSCI. Der Indexprovider bietet eine breite Palette von nachhaltig positionierten Indizes vor allem auch für Privatanleger an, zum Beispiel die MSCI ESG Leaders Indizes. Diese Indizes eignen sich besonders für Anleger, die das ESG-Profil ihres Portfolios deutlich verbessern und gleichzeitig die Diversifikation nicht zu stark einschränken möchten.

Ein Vertreter dieser Indexfamilie ist der MSCI Emerging Markets ESG Leaders Index, der sich auf die Anlageregion Schwellenländer fokussiert. Ein Performancevergleich mit dem Hauptindex (MSCI Emerging Markets) zeigt, dass die unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit vorgenommene Indexoptimierung in den vergangenen Jahren auch in puncto Rendite den Anlegern Vorteile gebracht hat – und dies bei ähnlichen Risiken.

Höhere Rendite
Im Renditevergleich schneidet der nachhaltige Index (MSCI Emerging Markets ESG Leaders) besser ab als der konventionelle Index.
Höhere Rendite

Quelle: Bloomberg

Die relativ deutlichen Renditeabweichungen des nachhaltigen Indexes im Vergleich mit dem Hauptindex können auf die Konstruktionsweise zurückgeführt werden. Denn bei dem MSCI Emerging Markets ESG Leaders Index werden Ausschlüsse durchgeführt und die verbliebenen Titel werden zudem anders gewichtet.

Investition via ETF und Indexfonds

Wer in einen solchen Index investieren möchte, kann dies über ETF und Indexfonds tun. Diese Anlageprodukte haben das Ziel, einen Index möglichst exakt und kostengünstig abzubilden. Beim VZ VermögensZentrum erhalten Sie professionelle Unterstützung bei der Wahl der passenden Produkte. Das VZ überwacht laufend rund 40'000 Anlagefonds und wählt in einem mehrstufigen Selektionsprozess jene aus, die in der quantitativen und qualitativen Analyse herausragen.

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