Finanztipps vom LGBT-Desk

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Newsletter vom November 2020

Informieren Sie sich regelmässig rund um das Thema Pensionierung, Immobilien, Nachlassplanung und erfahren Sie, worauf Sie als gleichgeschlechtliches Paar und Single achten müssen.

Mehr Rendite in der Säule 3a

Wer regelmässig in die Säule 3a einzahlt, spart nicht nur Steuern. Mit einer Wertschriftenlösung schlägt man auch den tiefen Zinsen ein Schnippchen. Damit die Rechnung aufgeht, sollte jedoch genau hingeschaut werden, worin diese Wertschriftenlösungen investiert sind.

Erwerbstätige, die einer Pensionskasse angeschlossen sind, können auch in diesem Jahr 6826 Franken in die Säule 3a einzahlen und in der Steuererklärung vom Einkommen abziehen. Wer keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen ist, darf bis zu 34'128 Franken bzw. maximal 20 Prozent des Erwerbseinkommens einzahlen.

Um sicherzugehen, dass die Einzahlungen bei der Bank oder Versicherung rechtzeitig verbucht werden, lohnt es sich, diese bis spätestens Mitte Dezember zu tätigen. Wird eine Einzahlung auf ein Säule-3a-Konto nach dem 31. Dezember gutgeschrieben, kann der Betrag erst im nächsten Jahr vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Beim Säule-3a-Sparen ist das Zinskonto noch immer am weitesten verbreitet. Doch ein aktueller Vergleich des VZ Vermögenszentrums bei rund 60 Banken zeigt, dass Zinskonten im Durchschnitt nur noch mit 0,14 Prozent verzinst werden. Bei so tiefen Zinsen fällt der Effekt des Zinseszinses praktisch weg. Diese 3a-Guthaben wachsen praktisch nur noch durch die Einzahlungen der Sparer.

Alternative zum Zinskonto prüfen

Wer steuerbegünstigt sparen möchte, setzt heute besser auf eine Wertschriftenlösung. Dabei wird das Guthaben in Anlagefonds oder Einzeltitel investiert. Deswegen kann der Wert des Guthabens bei einer Wertschriftenlösung kurzfristig schwanken, was bei den Zinskonten nicht der Fall ist. Für Wertschriften spricht allerdings der lange Anlagehorizont in der dritten Säule – praktisch ein ganzes Berufsleben. Und langfristig haben Wertschriftenlösungen eine deutlich höhere Renditeerwartung als Konten.

Viele Banken bieten heute 3a-Wertschriftenlösungen an. Es lohnt sich aber, genau hinzuschauen. Oft handelt es sich um aktiv verwaltete Fonds, die hohe Gebühren verlangen. Einige Banken stellen 1,5 Prozent oder mehr an Gebühren in Rechnung. Darum lohnt es sich, eine passive Lösung mit ETF zu prüfen. Die kann mit durchschnittlich 0,1 bis 0,2 Prozent an jährlichen Gebühren um ein Vielfaches günstiger sein. Ein weiterer Vorteil: ETF können auch dann Erträge abwerfen, wenn die Börsenkurse nicht steigen. Beispielsweise die Dividenden: Allein diese Ausschüttungen sind in der Regel deutlich höher als der Zins auf dem 3a-Konto.

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Beim VZ in Zürich berät ein spezialisiertes Team gleichgeschlechtliche Paare und Singles zu allen Geldfragen. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin – bitte im Feld Mitteilung den Vermerk "LGBT" ergänzen. Oder bestellen Sie das kostenlose Merkblatt mit den Tipps zur Säule 3a.