KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 13. Juli 2020

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Nachfolge regeln – sorgfältig und diskret

Gut die Hälfte der Schweizer Unternehmerinnen und Unternehmer ist 50 bis 60 Jahre alt. Sie müssen in den nächsten Jahren eine wichtige Entscheidung treffen: Wie gebe ich die Firma an die nächste Generation weiter?

Früher war klar, dass die Kinder den Betrieb übernehmen. Heute ist das vielfach nicht mehr möglich. Nicht einmal jeder zweite Unternehmer kann seine Nachfolge noch innerhalb der Familie regeln. Den meisten Inhabern ist bewusst: Sie müssen ihre Firma verkaufen.

Passende und solvente Käufer zu finden ist aber eine grosse Herausforderung. Denn Unternehmer haben in der Regel keinen Zugang zum Käufermarkt, und die Suche ist aufwändig und schwierig. Darum ist es wichtig, dass man die Stabsübergabe systematisch plant. Das erhöht die Chancen deutlich, die Firma erfolgreich weiterzugeben.

Diese Tipps helfen weiter:

1. Zeit einplanen

Unternehmer sind es gewohnt, strikt im Zeitplan zu bleiben, wenn sie zum Beispiel ihre Dienstleistungen erbringen. Doch bei der Nachfolge stellen die wenigsten überhaupt einen Zeitplan auf. Zudem packen viele das "Projekt" viel zu spät an. So müssen sie den Verkauf ihres Lebenswerks unter Zeitdruck abwickeln –und das bringt Nachteile.

In so einer Situation ist es unmöglich, alle rechtlichen, finanziellen und steuerlichen Konsequenzen genau abzuklären. Zudem schwächt das auch die Verhandlungsposition, wenn der Käufer zum Beispiel merkt, dass der Verkäufer auf eine schnelle Lösung angewiesen ist,

Tipp: Prüfen Sie spätestens fünf Jahre vor der geplanten Übergabe, welche Nachfolge-Option für Sie die beste ist. Auch für eine Nachfolge-Lösung, die auf den ersten Blick einfach aussieht, braucht es in der Regel viel Vorlaufzeit, um alles Nötige sauber aufzugleisen.

2. Systematisch vorgehen

Die Erfahrung zeigt, dass geeignete Interessenten immer wieder abspringen, weil ihnen der Verkäufer nicht aufzeigen kann, wie viel Substanz und welches Gewinnpotenzial in der Firma stecken. Vor allem wenn der Betrieb an Aussenstehende verkauft werden soll, ist der Informationsbedarf sehr gross.                                             

Wer gut strukturiert vorgeht und ein professionelles Konzept erarbeitet, kommt am ehesten zu einem positiven Abschluss. Sinnvoll ist ein umfassendes, transparentes und wahrheitsgetreues Firmenporträt, eventuell kombiniert mit einem Fragen-/Antwort-Katalog für potenzielle Käufer.

Nach diesen Vorbereitungen sollte eine Preisbandbreite festgelegt werden, die für Interessenten nachvollziehbar ist. Als Basis dient dazu die Bewertung der Firma, die mit unterschiedlichen Methoden berechnet und dokumentiert sein sollte.

Tipp: Bereiten Sie sich auf alle möglichen Fragen von potenziellen Käufern vor, und stellen Sie die Geschäftsentwicklung übersichtlich dar. Es lohnt sich, mit ausgewiesenen Nachfolge-Experten eine professionelle Dokumentation zu erstellen. Anhand dieser Unterlagen erkennen Interessenten zum Beispiel schneller, welche Substanz sie übernehmen oder wie rasch sie den Kaufpreis durch Gewinne amortisieren können.

3. Diskret bleiben

Viele Unternehmer gehen direkt auf Mitbewerber, Lieferanten oder Kunden zu. Diese Personengruppe hat schliesslich ein langfristiges Interesse am Betrieb und kommt als potenzielle Käuferschaft in Frage. Allerdings: Ein so direktes Vorgehen birgt grosse Gefahren.

Oft sind solche Gespräche mehr von Neugier als von echtem Interesse an einer Übernahme getrieben. Schnell werden dann Informationen weitergegeben, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Das kann grossen Schaden anrichten: Kunden können abwandern, Geschäftspartner verunsichert werden oder Mitarbeitende in Schlüsselpositionen die Firma verlassen.

Tipp: Ein Alleingang ist riskant. Holen Sie frühzeitig Fachleute ins Boot. Erfahrene Experten sprechen mögliche Käufer aus Ihrem Umfeld diskret und anonym an und prüfen deren Absichten, bevor sie Ihre Identität und detaillierte Angaben preisgeben. Zudem haben sie ein grosses Netzwerk, das sie aktivieren können, um ausgewählte Interessenten direkt anzusprechen. Nicht zuletzt können erfahrene Profis massgeblich helfen, den optimalen Verkaufspreis auszuhandeln.

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