KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 2. Juni 2020

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Alternativen zu einer firmeneigenen Pensionskasse

Immer mehr autonome Pensionskassen stossen an ihre Grenzen. Viele haben darum aufgeben müssen. Arbeitgeber müssen jetzt überlegen, wie sie die berufliche Vorsorge in ihrer Firma zukunftsfähig machen.

Zunehmende Regulierung, steigende Lebenserwartung, zu wenige aktive Versicherte: Bei den meisten Pensionskassen führt das direkt und indirekt zu höheren Kosten. Vor allem kleinere und firmeneigene Pensionskassen können daran scheitern. Die Zahl solcher Vorsorgeeinrichtungen ist in den letzten Jahren deutlich gesunken (Grafik).

Immer mehr kleine Vorsorgeeinrichtungen müssen aufgeben
Immer mehr kleine Vorsorgeeinrichtungen müssen aufgeben

Immer mehr Arbeitgeber schliessen sich darum einer Sammeleinrichtung an. Das ist sinnvoll: So kann die firmeneigene Pensionskasse ihre Risikofähigkeit verbessern und die Kosten für Risikoabsicherung und Verwaltung deutlich senken.

Grundsätzlich gibt es drei Kategorien von Sammeleinrichtungen. Für Unternehmer ist es aber nicht einfach, das richtige Modell zu wählen. Unterschiedliche Mitspracherechte bei der Anlage des Kapitals wirken sich zum Beispiel direkt auf die Anlage- und Sanierungsrisiken aus:

Sammelstiftung mit Vollversicherung: Der grosse Vorteil dieses Modells liegt darin, dass die angeschlossenen Firmen keine Anlage- und Sanierungsrisiken tragen. Diese Sicherheit hat allerdings ihren Preis. Vollversicherer müssen die Guthaben der Versicherten jederzeit garantieren und können das Vermögen daher nur sehr konservativ anlegen. Die Guthaben werden deshalb selbst in guten Anlagejahren nur bescheiden verzinst.

Teilautonome Sammelstiftung mit kollektiver Kapitalanlage: Die Sammeleinrichtung gibt für alle angeschlossenen Firmen eine einheitliche Anlagestrategie vor. Entsprechend gilt der ausgewiesene Deckungsgrad für die gesamte Stiftung. Kündigt eine Firma den Anschlussvertrag, wird eine Überdeckung oft nicht mitgegeben, obwohl die Firma und ihre Versicherten zur Finanzierung der Überdeckung beigetragen haben.

Teilautonome Sammelstiftung mit individueller Kapitalanlage: Dieses Modell kommt einer firmeneigenen Pensionskasse am nächsten. Innerhalb der Sammelstiftung bildet jede angeschlossene Firma ihr eigenes Vorsorgewerk und legt ihre Anlagestrategie selbst fest. Die Vorsorgekommission bestimmt jedes Jahr in Abhängigkeit des Anlageergebnisses, wie hoch die Guthaben der Versicherten verzinst werden. Die Sammelstiftung verwaltet das Vorsorgewerk und weist für jede Firma einen separaten Deckungsgrad aus. Dieser Ansatz verhindert die Quersubventionierung und Verwässerung zwischen den Firmen.

Achtung: Entscheidend ist oft, ob und zu welchen Konditionen eine Sammelstiftung bereit ist, die bestehenden Rentnerinnen und Rentner zu übernehmen. Je nach Modell und Stiftung können hier sehr hohe Ausfinanzierungskosten für die Firma anfallen.

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