KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 23. März 2020

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

So optimieren Unternehmer ihre Steuern

Mit einer geschickten Steuerplanung lässt sich die Steuerrechnung in Einzelfirmen und Kapitalgesellschaften deutlich reduzieren.

In einer Einzelfirma ist der Gewinn AHV-pflichtig. Auch unterliegt er der Einkommenssteuer. Gute Geschäftsjahre können wegen der Steuerprogression mit über 40 Prozent belastet werden.

Tipp: Einzelunternehmer haben die Wahl, ihre Vorsorge über die Säule 3a zu organisieren oder mit einer Pensionskasse (PK). Mit einem hohen Einkommen ist der Anschluss an eine PK oft attraktiver, weil man Sparbeiträge von bis zu 25 Prozent des AHV-Jahreslohns von den Steuern abziehen darf.

Ein Selbstständiger mit einem massgebenden Jahreseinkommen von 180'000 Franken kann so bei einem Grenzsteuersatz von 30 Prozent über 5000 Franken Steuern sparen – Jahr für Jahr. Mit freiwilligen PK-Einkäufen kann er sogar noch mehr Steuern sparen.

Einzelunternehmer sollten auch ihre Rechtsform rechtzeitig hinterfragen, wenn sie ihre Nachfolge planen und die Firma verkaufen möchten. Oft lohnt es sich, die Firma vor der Übergabe in eine Kapitalgesellschaft umzuwandeln – mit einer AG oder GmbH ist die Nachfolge meistens steuerfrei.

Achtung: Beachten Sie die gesetzliche Sperrfrist. Die Umwandlung muss spätestens 5 Jahre vor dem geplanten Verkauf abgeschlossen sein. Die Steuerbehörden taxieren die Umwandlung als Steuerumgehung, wenn sie erst kurz vor dem Verkauf stattfindet.

Besteuerung von Kapitalgesellschaften

Unternehmer können ihre Steuern optimieren, indem sie das Bezugsverhältnis zwischen Lohn und Dividenden verbessern und ihre PK-Lösung auf ihre Bedürfnisse anpassen. Was sich lohnt, hängt vor allem von der Besteuerung der Dividende am Wohnort sowie von der Gewinnsteuer am Firmensitz ab. Entscheidend sind auch die Sozialversicherungsbeiträge und die Ausgestaltung der PK-Lösung.

Da Dividenden privilegiert besteuert werden und nicht AHV-pflichtig sind, tendiert eine Mehrheit dazu, mehr Dividenden und weniger Lohn zu beziehen. Allerdings: Ein hoher Dividendenbezug ist nicht immer die beste Lösung, denn ein höherer Lohn vergrössert den Spielraum für die steuerliche Optimierung innerhalb der PK.

Zudem kontrollieren die Sozialversicherungen zunehmend die Marktkonformität der bezogenen Löhne. Bei der Aufteilung der Entschädigung sollten Unternehmer deshalb immer auch ihre Vorsorge einbeziehen und die gesetzlichen Möglichkeiten besser ausschöpfen.

Ein Beispiel

Ein Geschäftsführer erwirtschaftet vor Abzug seines Lohns einen Gewinn von 250'000 Franken. Davon bezieht er 120'000 Franken als Lohn und 93'200 als Dividende (Grafik, Variante A). Nach Abzug von Steuern und Abgaben bleiben ihm inklusive PK-Sparbeiträge 165'200 Franken.

In Variante B bezieht er 140'000 Franken Lohn und reduziert die Dividende auf 76'300 Franken. Durch den höheren Lohn fallen der Firmengewinn und die Gewinnsteuern tiefer aus. Unter dem Strich verbleiben mit 164'400 Franken 800 Franken weniger als in der Ausgangslage. Die höhere Dividende in Variante A scheint auf den ersten Blick attraktiver zu sein.

In Variante C bezieht der Inhaber ebenfalls einen Lohn von 140'000 Franken, nun aber mit einer optimierten PK-Lösung – die Sparbeiträge sind deutlich höher. Das Resultat: Die Summe von Nettolohn, Dividende und Sparbeiträgen ist höher als in der Ausgangslage. Gleichzeitig fällt die private Steuerbelastung tiefer aus. Mit dem höheren Lohn bleiben ihm jedes Jahr 5000 Franken mehr als mit der hohen Dividende in Variante A.

Hohe Lohnbezüge und eine optimierte PK-Lösung haben auch den Vorteil, dass sich die Sparbeiträge und das Potenzial für PK-Einkäufe erhöhen, womit gleichzeitig weiterer Spielraum zur Steueroptimierung geschaffen wird.

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Vergleich Lohn- und Dividendenbezug
Variante A und B: Vers. Lohn von 60'435 Franken, Sparbeiträge von 15% und Risikobeiträge von 2% (je ½ AG und AN), Variante C: Vers. Lohn von 115'115 Franken, Sparbeiträge von 25% und Risikobeiträge von 2% (je ½ AG und AN)
Vergleich Lohn- und Dividendenbezug

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