KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 13. Januar 2019

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

KMU sollten ihr Pensionskassen-Modell hinterfragen

Viele Angestellte profitieren kaum vom guten Anlageergebnis, das ihre Pensionskasse 2019 erzielt hat. Inhaberinnen und Inhaber von KMU sollten darum prüfen, ob sich ihr Pensionskassen-Modell immer noch bewährt.

2019 haben die Schweizer Pensionskassen eine durchschnittliche Rendite von 9 bis 11 Prozent erwirtschaftet. Trotzdem werden sie ihren Versicherten wohl nur durchschnittlich 2 Prozent Zins gutschreiben. Warum ist das so?

Viele Pensionskassen müssen die Altersguthaben der pensionierten Versicherten höher verzinsen als die Guthaben der aktiven Versicherten. Denn gemessen an der Lebenserwartung und den Anlagerenditen ist ein grosser Teil der laufenden Rentenzahlungen stark überhöht.

Als Folge davon bleibt für die aktiven Versicherten seit Jahren nur eine Verzinsung von durchschnittlich knapp 2 Prozent übrig. Diese Umverteilung funktioniere wie eine Wippe, schreibt die NZZ: Je höher die Garantien für die Pensionierten, desto tiefer die Verzinsung für die Erwerbstätigen.

Jahr für Jahr werden so Milliarden umverteilt. Die Pensionskassen senken laufend ihre Umwandlungssätze, um die Umverteilung abzuschwächen – das Problem der künftigen Einkommenslücke bleibt aber ungelöst.

Vor allem die Vollversicherer, die an strengere Anlagevorgaben gebunden sind und auch das Finanzmarktrisiko übernehmen, verzinsen die Guthaben sehr tief, weil sie nur einen kleinen Teil in Aktien anlegen.

Performance: Gute Renditen, tiefe Verzinsung
Performance: Gute Renditen, tiefe Verzinsung

Um die aktuellen Probleme zu lösen, reicht es nicht, an den technischen Parametern zu schrauben. Besser ist es, wenn Unternehmer und Stiftungsräte ein effizienteres PK-Modell wählen, damit ihre Angestellten stärker von der Entwicklung der Aktienmärkte profitieren.

Vielversprechend sind etwa teilautonome Sammelstiftungen. Sie sind oft günstiger und flexibler. Je nach Modell legen der Stiftungsrat, das KMU oder die Versicherten die Anlagestrategie fest:

Stiftungen mit Pool-Anlagen: Bei diesen Stiftungen gibt der Stiftungsrat die Anlagestrategie vor. Ein Teil der Rendite fliesst aber in die kollektiven Reserven. Kündigt ein KMU den Anschlussvertrag, wird eine Überdeckung oft nicht mitgegeben. Auch Versicherte verlieren ihre Reserven, wenn sie in Pension gehen oder die Stelle wechseln.

Stiftungen mit individueller Anlagestrategie: Bei Stiftungen wie der VZ BVG Sammelstiftung entscheidet das KMU, welche Anlagerisiken es tragen kann und will. Dieser Ansatz verhindert die Umverteilung und Verwässerung zwischen den angeschlossenen Firmen. Kündigt ein KMU den Anschlussvertrag, nimmt es eine Überdeckung mit. Bei einer Unterdeckung werden die Austrittsguthaben entsprechend gekürzt.

Zusatzvorsorge (1e-Pläne): Mit einer Zusatz- oder Kadervorsorge wie den 1e-Plänen können Versicherte selbst bestimmen, wie sie ihr Guthaben für Lohnteile über 127'980 Franken anlegen. Ein Beispiel: Mit einem 1e-Plan bei der VZ Sammelstiftung können Mitarbeitende in günstige ETF und Indexanlagen investieren, ihre Anlagestrategie jederzeit wechseln und die Anlageperformance laufend online überwachen.

Unternehmer, PK-Verantwortliche und Stiftungsräte, die ein Augenmerk auf die Rendite und Kosten legen, sollten dafür sorgen, dass die Altersguthaben marktgerecht verzinst werden.

Nehmen Sie teil an der Aktion "Renditepotenzial analysieren lassen". Das VZ berechnet kostenfrei, wie hoch die Verzinsung der Guthaben Ihrer Beschäftigten voraussichtlich ausfällt. Oder sprechen Sie direkt mit einem Spezialisten: Vereinbaren Sie einen Termin im VZ.

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