Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

Newsletter vom 20. Dezember 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Vorsicht, wenn man Kindern Geld schenkt

Eltern, Pateneltern und Grosseltern, die Kindern grössere Geschenke machen möchten, sollten vorher die erbrechtlichen und steuerlichen Folgen abklären.

Zu Lebzeiten darf man mit seinem Geld machen, was man will. Man darf es grundsätzlich also auch verschenken. So sind Gelegenheitsgeschenke von mehreren tausend Franken und Zahlungen an Nachkommen für die Erziehung und die Ausbildung in der Regel unproblematisch, sofern sie das übliche Mass nicht übersteigen.

Allerdings: Bei grösseren Geldbeträgen oder bei Liegenschaften muss man etwas genauer hinschauen. Solche Zuwendungen müssen die Kinder bei der Erbteilung allenfalls wieder ausgleichen oder sich an den Erbteil anrechnen lassen. Und Schenkungen an die übrigen Verwandten oder an Dritte können je nach Verwandtschaft hohe Steuern verursachen.

Es kommt immer wieder vor, dass Göttis und Gotten ihren Patenkindern grössere Geldgeschenke machen. So zum Beispiel ein Mann in Zürich, der seinem Patenkind 35'000 Franken für das neue Auto schenken möchte.

Die beiden sind nicht verwandt. Was sind die finanziellen Folgen?

Götti: Der schenkende Götti muss keine erbrechtlichen Folgen befürchten, solange die Pflichtteile der gesetzlichen Erben nicht verletzt sind.

Patenkind: Beim Kind fallen aber Schenkungssteuern an. Im Kanton Zürich sind zwar Geschenke an Patenkinder bis 15'000 Franken steuerfrei. Doch für den Betrag, der darüber liegt – also 20'000 Franken – muss das beschenkte Kind 2400 Franken Steuern bezahlen. Je nach Kanton gelten Freigrenzen oder Freibeträge.

Geldgeschenke an Patenkinder

Beispiel: Geschenk von 35'000 Franken an ein nichtverwandtes Patenkind; kant. Freigrenzen und Schenkungssteuern
  Freigrenze (Freibeträge) Schenkungssteuern
AG 0 CHF 4'200 CHF
BE 12'000 CHF 3'680 CHF
BS 10'000 CHF 7'875 CHF
LU1 0 CHF 0 CHF
ZG 10'000 CHF 3'500 CHF
ZH 15'000 CHF 2'400 CHF

1 Nur Erbschaftssteuern, keine Schenkungssteuern. Schenkungen innert 5 Jahren vor dem Tod werden mit Erbschaftssteuer besteuert.

Quelle: TaxWare

Bei Freibeträgen wird nur der Betrag besteuert, der höher ist als die Schenkung. Bei Freigrenzen fallen bis zu diesem Betrag keine Steuern an. Ist das Geschenk aber höher als die Freigrenze, dann werden für den gesamten Betrag Schenkungssteuern erhoben.

Wie sieht es bei Enkelkindern aus? Bei einer Schenkung an Enkelkinder muss man rechtzeitig und sorgfältig prüfen, ob die Pflichtteile der eigenen Kinder verletzt werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei, ob die Schenkung mehr als fünf Jahre vor dem Tod des Schenkers gemacht wurde oder erst später.

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