Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

Newsletter vom 15. November 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Lohnen sich PK-Einkäufe noch?

Die Renten aus der Pensionskasse sinken und sinken. Immer mehr Erwerbstätige denken darum, dass sich freiwillige Einzahlungen (PK-Einkäufe) nicht mehr lohnen. Was spricht weiterhin für solche Einzahlungen?

Einen PK-Einkauf darf man zu 100 Prozent vom steuerbaren Einkommen abziehen. Das lohnt sich: Das Guthaben ist nachher nicht als Vermögen und die Erträge sind nicht als Einkommen zu versteuern.

Wer schon im laufenden Jahr von der Steuerersparnis profitieren will, sollte seinen PK-Einkauf bis Ende November abwickeln. Der maximale Einkaufsbetrag ist im Vorsorgeausweis aufgeführt.

Die Rendite eines PK-Einkaufs hängt von den folgenden Punkten ab, die man vor jedem Einkauf prüfen sollte:

Ab 50 einzahlen: PK-Einkäufe lohnen sich umso mehr, je höher das Einkommen ist und je schneller man das Kapital wieder bezieht. Die höchste Rendite erzielt man mit Einkäufen in den Jahren vor der Pensionierung (siehe Tabelle).

PK-Einkauf: Je kürzer die Dauer bis zum Kapitalbezug, desto rentabler
PK-Einkauf: Je kürzer die Dauer bis zum Kapitalbezug, desto rentabler

Einzahlungen staffeln: Grössere Beträge zahlt man oft am besten gestaffelt ein. Wegen der Steuerprogression ist die Ersparnis meistens grösser, als wenn man die ganze Summe auf einmal einzahlt.

Kapital statt Rente beziehen: Die Rendite eines PK-Einkaufs ist in der Regel höher, wenn man den freiwillig einbezahlten Betrag nicht als regelmässige Rente bezieht, sondern als einmalige Kapitalleistung auszahlen lässt. Doch aufgepasst: Wer mit 64/65 einen Kapitalbezug plant, muss sich spätestens drei Jahre vor der Pensionierung einkaufen. Sonst zahlt man die Steuern nach, die man durch den Einkauf gespart hat.

Kapital im Todesfall schützen: Vor der Einzahlung sollte man abklären, wie sich der Einkauf auf die Leistungen aus der Pensionskasse auswirkt, und was im Todesfall mit dem freiwillig einbezahlten Betrag geschieht.

Nicht vergessen: PK-Einkäufe sind nur sinnvoll, wenn der Deckungsgrad der Pensionskasse über 100 Prozent liegt. Und wer bereits PK-Gelder bezogen hat, um etwa sein Eigenheim zu kaufen, kann in der Regel den zusätzlich einbezahlten Betrag nur von den Steuern abziehen, wenn der früher gemachte Vorbezug wieder eingezahlt wurde. Ausserdem dürfen in vielen Kantonen nach dem Bezug von Säule 3a-Geldern keine PK-Einkäufe im gleichen Jahr erfolgen.

Zusatzvorsorge prüfen: Ab 127'980 Franken Einkommen lohnen sich Einzahlungen in eine Zusatz- oder Kadervorsorge, wenn die Pensionskasse eine separate Stiftung dafür hat. Dort kann man das Geld später unter Umständen getrennt von der Basisvorsorge beziehen – was steuerlich in der Regel ebenfalls attraktiv ist

Sie möchten wissen, ob sich ein PK-Einkauf für Sie lohnt? Die Experten des VZ helfen Ihnen gern. Bestellen Sie das kostenlose Merkblatt "Tipps zum PK-Einkauf". Oder reservieren Sie einen Termin im VZ in Ihrer Nähe

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