Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

Newsletter vom 04. Oktober 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Vorzeitig in Pension: So zahlen Sie weniger AHV

Vielen ist nicht bewusst, dass sie jedes Jahr in die AHV einzahlen müssen, auch wenn sie früher in Pension gehen – und schon eine AHV-Rente beziehen. Frauen müssen das bis 64, Männer bis 65. 

Bei einer Frühpensionierung wendet die AHV den Tarif für "Nichterwerbstätige" an. Dieser richtet sich nach dem Vermögen und dem Renteneinkommen. Die jährlichen Beiträge können bis zu 24'100 Franken pro Person ausmachen. Je nachdem kommen hohe Verwaltungskosten dazu.

Wer das Haushaltsbudget nicht unnötig strapazieren möchte, sollte prüfen, wie sich diese Kosten senken lassen. Nichterwerbstätige müssen zum Beispiel keine Beiträge zahlen, wenn ihr Ehepartner als erwerbstätig im Sinne der AHV gilt und zusammen mit dem Arbeitgeber mindestens 964 Franken pro Jahr einzahlt.

So viel Geld kann man sparen

Diese Regel können sich Ehepaare zunutze machen: Wenn einer der Partner ein Teilzeitpensum beibehält, kann er unter Umständen seine AHV-Beiträge senken und den Partner von der Beitragspflicht befreien.

Ein Beispiel: Ein Ehepaar hat ein Vermögen von 800'000 Franken und bezieht 110'000 Franken Rente pro Jahr. Für die Berechnung multipliziert die AHV die Rente mit dem Faktor 20 und zählt das Resultat mit dem Vermögen zusammen.

Das ergibt hier 3 Millionen Franken. Der AHV-Beitrag pro Person berechnet sich auf der Hälfte davon, also auf 1,5 Millionen Franken. Und das ergibt einen jährlichen Beitrag von 2973 Franken (Grafik). Zusammen bezahlen die beiden also 5946 Franken in die AHV ein.

AHV-Beiträge für Nichterwerbstätige
AHV-Beiträge für Nichterwerbstätige

Angenommen, die Ehefrau arbeitet 30 Prozent und erhält dafür 24'000 Franken Lohn pro Jahr. Die AHV Beiträge inklusive Arbeitgeberbeiträge betragen 10,25 Prozent des Lohnes und ergeben in diesem Fall 2460 Franken.

Weil dieser Betrag die Hälfte der Beiträge übersteigt, die sie als Nichterwerbstätige bezahlen müsste (50 Prozent von 2973 Franken), gilt die Ehefrau als erwerbstätig. Ihre Beitragspflicht ist damit erfüllt, und auch ihr Ehemann muss nichts mehr bezahlen, weil ihre Beiträge 964 Franken übersteigen.

In diesem Fall zahlt das Paar also nur 1230 Franken in die AHV ein, die der Ehefrau vom Lohn abgezogen werden. Die andere Hälfte zahlt ihr Arbeitgeber. Die gesamte Ersparnis beträgt also 4716 Franken pro Jahr.

Tipp: Die AHV fordert Sie nicht automatisch dazu auf, AHV-Beiträge zu zahlen. Wenn Sie früher in Pension gehen, müssen Sie sich bei der für Sie zuständigen Zweigstelle als nichterwerbstätig anmelden. Sonst riskieren Sie eine Beitragslücke, die Ihre Rente vermindern kann. Spätestens wenn Sie den Bezug der Rente anmelden, wird die AHV das Versäumnis feststellen und die Beiträge der letzten fünf Jahre nachfordern – und zwar samt Verzugszins.

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