Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 20. September 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Rente, Kapital oder ein Mix? Gut abwägen lohnt sich

Bei der Pensionierung muss man wählen: Soll man das Geld in der Pensionskasse besser als Rente oder als Kapital beziehen – oder als Kombination? Eine schwierige Entscheidung mit langfristigen finanziellen Folgen.

Mit einer Rente ist das Einkommen bis ans Lebensende gesichert. Sie hat auch den Vorteil, dass man sich nicht darum kümmern muss, das Geld anzulegen. Der Nachteil ist, dass man mit grossen Einbussen rechnen muss. Denn die Höhe der Rente hängt vom Umwandlungssatz ab – und dieser Satz dürfte weiter stark sinken. Zudem muss man die Rente zu 100 Prozent als Einkommen versteuern, und die Hinterbliebenen sind meistens schlechter gestellt.

Wer dagegen das Kapital bezieht, zahlt in der Regel weniger Steuern und bleibt flexibler. Zum Beispiel, um seinen Kindern einen Erbvorbezug zu ermöglichen. Und wenn man nicht alles aufbraucht, kann man den Rest des Guthabens seiner Familie frei vererben.

Wer sich das Kapital auszahlen lässt, muss es anlegen und sukzessive aufbrauchen. Viele fürchten sich davor, das Anlagerisiko selbst zu tragen. Ein Vergleich zeigt aber, dass oft schon eine bescheidene Rendite ausreicht, um die Rente zu schlagen.

Selbst wenn man nur 1 Prozent erwirtschaftet, ist das Einkommen höher als mit einer Rente, die auf einem Umwandlungssatz von 6 Prozent basiert: Bei 800'000 Franken Kapital sind es pro Jahr 38'430 Franken gegenüber 36'000 Franken (siehe Tabelle).

Rente oder Kapital: Einkommen im Vergleich
Beispiel: Mann, 65 Jahre alt, Angaben in Franken
Rente oder Kapital: Einkommen im Vergleich

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer wählen eine Kombination: Sie beziehen einen Teil als Rente und den Rest als Kapital. So lassen sich die Vorzüge beider Varianten kombinieren und die Risiken verteilen. Auch Ehepaare wählen oft den goldenen Mittelweg. In diesem Fall stellt sich die Frage, wer von beiden die Rente wählen soll.

Tipp: Ehepaare sollten die Umwandlungssätze und die Leistungen für den überlebenden Partner vergleichen. Es kann sich lohnen, wenn der Partner, dessen Pensionskasse den höheren Umwandlungssatz anwendet, die Rente bezieht. Entscheidend ist auch die Lebenserwartung – vor allem, wenn die Renten und die Hinterlassenen-Leistungen bei beiden Pensionskassen identisch sind.

Weil Frauen statistisch länger leben, beziehen sie ihre Rente in der Regel länger als gleichaltrige Männer. Sind beide Ehepartner etwa gleich alt, sollte eher die Frau die Rente beziehen. Anders verhält es sich, wenn ihre Lebenserwartung aus gesundheitlichen Gründen stark verkürzt ist.

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