Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 28. Juni 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

So flexibel sind Sie bei Ihrer Pensionierung

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Ihre Pensionierung? Der Spielraum ist grösser, als viele meinen. Lesen Sie, welche Möglichkeiten für Sie die beste ist – und worauf Sie dabei achten müssen.

Früher in Pension: Das ist sehr teuer. Wer 90'000 Franken verdient und mit 62 statt mit 65 in Pension geht, muss mit Kosten von knapp 280'000 Franken rechnen (siehe Tabelle). Das sind mehr als drei Jahreslöhne. Wie finanziert man diese Lücke? Private Ersparnisse eignen sich oft am besten. In Frage kommen auch vorzeitige Bezüge von AHV- und Pensionskassenleistungen. Allerdings fallen die Renten dann viel tiefer aus – und zwar ein Leben lang.

Die AHV-Rente kann man schon ein oder zwei Jahre vor dem regulären Rentenalter beziehen, und die meisten Pensionskassen lassen einen Bezug der Altersleistungen ab 58 oder 60 Jahren zu. Pensionskassen kürzen die Renten von Frühpensionären in der Regel lebenslang um 3 bis 5 Prozent pro Vorbezugsjahr. Wer mit 63 statt 65 in Rente geht, verzichtet demnach auf 6 bis 10 Prozent Rente.

Ein Vorbezug der AHV-Rente um zwei Jahre führt sogar zu einer Rentenkürzung von 13,6 Prozent. Bei einem Vorbezug um ein Jahr sind es 6,8 Prozent. Viele Pensionskassen bieten Frühpensionierten eine Überbrückungsrente an, mit der sie einen Vorbezug der AHV-Rente umgehen können. Allerdings fällt die Rente dann von Anfang an geringer aus. Das sollte Sie bei der Budgetierung ihrer Pensionierung unbedingt beachten.

Tipp: Prüfen Sie die Möglichkeit, die Lücke bis zum ordentlichen Pensionierungsalter mit Geldern aus der Säule-3a zu überbrücken.

So viel kostet eine Frühpensionierung
Beispiel: Alleinstehender Mann, Nettolohn 90'000 Franken, versicherter BVG-Lohn 80'000 Franken
So viel kostet eine Frühpensionierung

Schrittweise in Pensionierung: Ist eine Frühpensionierung zu teuer, kommt vielleicht eine schrittweise Reduktion des Arbeitspensums in Frage. Eine 60-Jährige, die ihr Pensum von 100 auf 70 Prozent reduziert, darf 30 Prozent ihres Pensionskassen-Geldes beziehen. Mit diesem Geld kann sie die Einkommenseinbusse zumindest teilweise ausgleichen. Achtung: Die meisten Pensionskassen machen aber nur mit, wenn das Pensum um mindestens 20 bis 33 Prozent pro Schritt reduziert wird.

Tipp: Kantonale Steuerbehörden behandeln Kapitalleistungen unterschiedlich. Wenn Sie mehrere Teilbezüge planen, lassen Sie sich vorab bestätigen, dass das nicht als Steuerumgehung ausgelegt wird.

Ordentliche Pensionierung mit 65 bzw. 64: Auch wer sich ordentlich pensionieren lässt, muss wichtige Entscheidungen treffen: Beziehe ich mein Pensionskassen-Geld als Rente oder Kapital? Die Höhe der Rente hängt vom Umwandlungssatz ab. Dieser ist aber für versicherte Lohnbestandteile über 85’320 Franken massiv gesunken.

Viele entscheiden sich für einen Kapitalbezug, weil er auf Dauer steuerlich attraktiver ist. Immer beliebter ist auch eine Kombination: Einen Teil bezieht man als Rente, den Rest als Kapital. Ein Ehepaar hat zum Beispiel berechnen lassen, welche Kombination aus Rente und Kapital optimal ist. Allein dadurch sparen die Eheleute 47’000 Franken Steuern (siehe Tabelle unten).

Tipp: Nehmen Sie Ihr Budget ernst! Erst wenn Sie genau wissen, wie viel Einkommen Sie im Alter brauchen, können Sie die richtigen Entscheidungen fällen.

Pensionierung: Wer plant, spart viel Geld

Beispiel: Ehepaar aus Zürich; 3 PK-Einkäufe à 20’000 Franken; Bezug Freizügigkeit Mann mit 70 statt mit 60; Auszahlung eines Teils des Pensionskassen-Guthabens, Rest als Rente während 30 Jahren

Massnahmen Steuerersparnis
Gestaffelte Einkäufe in die Pensionskasse 19'200 CHF
Aufgeschobener Bezug von Freizügigkeitsgeldern 14'900 CHF
Gestaffelter Bezug PK-Gelder und Säule 3a 22'000 CHF
Optimaler Mix aus Rente und Kapital 47'000 CHF
Gesamtersparnis dank Finanzplan 103'100 CHF

Pensionierung aufschieben: Viele sind noch nicht arbeitsmüde, wenn sie 65 werden. Für sie kann eine Teilzeitbeschäftigung ideal sein, um langsam aufzuhören. Kommen aber Renten und Erwerbseinkommen zusammen, steigen die Einkommenssteuern.

Tipp: Wer nicht auf die AHV-Rente angewiesen ist, sollte deshalb einen Aufschub prüfen. Auch bei vielen Pensionskassen kann man seine Leistungen aufschieben.

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