Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 29. Mai 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Steuern und Pensionierung: So bleibt mehr zum Leben

Haushalten mit dem, was man hat: Das reicht nicht immer, um den Lebensstandard nach der Pensionierung zu halten. Oft bleibt deutlich mehr zum Leben, wenn man die Steuern früh in den Griff bekommt.

Viel zu wenige Schweizerinnen und Schweizer nutzen die Sparmöglichkeiten, die sie bei den Steuern haben. Die folgenden Tipps helfen, die richtigen Massnahmen einzuleiten.

Füllen Sie mehrere Vorsorge-Töpfe: Frei­willige Einzahlungen in die Pensionskasse und die Säule 3a sind meistens die stärksten Massnahmen, um die Steuern zu senken. Die Einzahlungen darf man in der Regel vollumfänglich vom steuer­baren Einkommen abzie­hen.

Ein Ehepaar mit einem Einkommen von 120'000 Franken spart in Basel zum Beispiel 2850 Franken Steuern pro Jahr, wenn es zusam­men 10'000 Franken einzahlt. Beginnt das Paar zehn Jahre vor der Pensionierung damit, spart es insge­samt fast 30'000 Franken.

Tipp: Sorgen Sie dafür, dass Sie diese Gelder später nicht auf einmal be­ziehen müssen – das wäre ein Nachteil. Legen Sie mehrere 3a-Töpfe an. Als Faustregel gilt: Eröffnen Sie eine neue Säule 3a, sobald Sie 50'000 Franken ange­spart haben. Und zahlen Sie zeitlich gestaffelt in Ihre Pensionskasse ein.

Leeren Sie nicht alle Töpfe auf einmal: Die Ersparnisse werden bei der Pensionierung einmalig als Ein­kommen besteuert. Zwar werden sie separat vom üb­rigen Einkommen und zu einem niedrigeren Satz be­steuert. Für die Berechnung zählt die Steuer­behörde alle Bezüge eines Jahres zusammen; in den meisten Kantonen auch die des Ehepartners. Je höher die Bezü­ge in einem Kalen­derjahr, desto höher die prozentuale Steuerbelastung.

Tipp: Staffeln Sie den Bezug Ihrer Gelder über mehrere Jahre. Die Säule 3a können Sie bis zu fünf Jahre vor dem AHV-Alter beziehen. Das PK-Guthaben wird meistens bei der Pen­sionierung fällig.

Wie gross die Ersparnis sein kann, zeigt dieses Beispiel: Ein Ehepaar, das alle Gelder auf einmal bezieht, zahlt in Zü­rich insgesamt 92'710 Fran­ken Steuern. Verteilt es die Bezüge auf mehrere Jahre, zahlt es 49'050 Franken – das sind 43'660 Franken weniger (siehe Tabelle).

Steuerersparnis dank gestaffeltem Bezug
Beispiel: Ehepaar aus Zürich; Steuerbeträge in Franken (ohne Kirchensteuern)
Steuerersparnis dank gestaffeltem Bezug

Rente, Kapital, Mix: Wägen Sie gut ab: Nach der Pensionierung hängt die Steuerbelastung stark davon ab, wie man das Geld in der Pensions­kasse bezieht: als Rente oder (einen Teil davon) als Kapi­tal. Die Rente muss man ein Leben lang als Einkommen versteuern, den Kapitalbezug nur einmal. Meistens ist der Kapitalbezug auf Dauer steuerlich attraktiver.

Tipp: Wägen Sie gut ab, was für Sie besser ist. Machen Sie darum früh einen Finanzplan. Ein Ehe­paar hat zum Beispiel eine Kombination gewählt: Der Ehemann bezieht das Ka­pital, die Frau die Rente. Bis 85 spart das Paar allein dadurch 60'000 Franken Steuern. Dieses Ehepaar hat schon mit 55 einen Finanz­plan erstellt. Auf dieser Basis hat es eine Reihe von Massnahmen umgesetzt, die zusammen zu einer Steuerersparnis von 114'240 Franken geführt haben (siehe Tabelle).

Ein solider Finanzfahrplan zahlt sich aus

Beispiel: Ehepaar aus Bern; 55 und 54 Jahre alt; 200'000 Franken steuerbares Einkommen, keine Kirchensteuern PK: je 7 Einkäufe à 10'000 Franken; er lässt 555'000 Franken auszahlen; sie bezieht eine lebenslange Rente; Freizügigkeit: Sie bezieht rund 122'000 Franken mit 69 statt mit 64; Säule 3a: beide je 186'000 Franken

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