Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 3. Mai 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Vorsorge bei Teilzeitarbeit

Wer das Pensum reduziert, sollte sich frühzeitig informieren, was das für seine Absicherung bedeutet. Das sind die Möglichkeiten, um finanzielle Lücken zu schliessen.

Wer weniger verdient, muss mit grossen Lücken in der Pensionskasse rechnen. Das zeigt das Beispiel einer 35-jährigen Frau: Sie reduziert ihr Pensum von 100 auf 40 Prozent. Bis zur Pensionierung stockt sie das Pensum schrittweise wieder auf.

Die Folge: Hätte die Frau bis 64 immer Vollzeit gearbeitet, hätte sie 441'707 Franken angespart. Mit dem reduzierten Pensum sind es aber 258'107 Franken. Das sind 42 Prozent oder 183'600 Franken weniger (siehe Tabelle).

Teilzeitarbeit: So gross ist die Lücke in der Pensionskasse
Vergleich: PK-Guthaben einer Frau mit Vollzeit- und Teilzeitpensum; Sparbeiträge 7, 10, 15 und 18 Prozent
Teilzeitarbeit: So gross ist die Lücke in der Pensionskasse

Wer Teilzeit arbeitet, sollte darum sorgfältig prüfen, was das für die finanzielle Absicherung bedeutet:

AHV: Die Maximalrente von 2370 Franken im Monat bekommt, wer im Schnitt ein Jahreseinkommen von mindestens 85'320 Franken erzielt hat. Teilzeitarbeitende schaffen das kaum. Oft erhalten sie das Minimum von 1185 Franken.

Tipp: In die AHV muss man mindestens 482 Franken im Jahr einzahlen. Prüfen Sie, ob Sie fehlende Beitragsjahre haben – das führt zu Leistungskürzungen. Für Verheiratete entfällt die Beitragspflicht meistens.

Pensionskasse: Teilzeitarbeitende müssen mindestens 21'330 Franken im Jahr verdienen, damit der Arbeitgeber sie in die Pensionskasse aufnimmt und Beiträge zahlt. Für die Höhe der Beiträge ist der Koordinationsabzug von 24'885 Franken entscheidend. Dieser wird vom Einkommen abgezogen, um den versicherten Lohn zu ermitteln. Wer also 40'000 Franken verdient, ist mit 15'115 Franken versichert (40'000 minus 24'885 Franken). Nach diesem Lohn richten sich die Beiträge sowie die Alters-, Kinder-, Hinterbliebenen- und Invalidenrenten.

Der Koordinationsabzug gilt meistens bei Vollzeit und Teilzeit. Das ist ein Grund, warum die berufliche Vorsorge vieler Teilzeitarbeitenden ungenügend ist. Ein grosser Vorteil ist es darum, wenn die Pensionskasse des Arbeitgebers auch tiefere Löhne versichert oder Rücksicht nimmt, indem sie den Koordinationsabzug dem Beschäftigungsgrad anpasst.

Tipp: Wenn Sie eine neue Teilzeitstelle suchen, prüfen Sie auch das Vorsorgereglement des Arbeitgebers. Nutzen Sie zudem alle Möglichkeiten, um freiwillig in die Pensionskasse einzuzahlen.

Säule 3a: In die Säule 3a kann nur einzahlen, wer ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt. Teilzeitarbeitende mit Pensionskassenanschluss können höchstens 6826 Franken einzahlen. Ohne Pensionskasse sind es 20 Prozent des Einkommens, höchstens aber 34'128 Franken.

Tipp: Oft bleibt nur die Säule 3a, um Vorsorgelücken zu schliessen. Zahlen Sie darum wenn möglich mindestens einen Teil des Maximalbetrags ein. Verpasste Jahre können Sie nicht nachholen.

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