Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

Diese Seite teilen

Newsletter vom 18. April 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Kindern Vermögen schenken

Eltern, Pateneltern und Grosseltern, die Kindern grössere Geschenke machen möchten, sollten vorher die erbrechtlichen und steuerlichen Folgen abklären.

Solange man lebt, darf man mit seinem Geld machen, was man will, also auch schenken. Gelegenheitsgeschenke und Zahlungen an Nachkommen für die Erziehung und die Ausbildung sind unproblematisch, sofern sie das übliche Mass nicht übersteigen.

Bei grösseren Beträgen, Immobilien, Sammlungen oder Beteiligungen muss man dagegen etwas genauer hinschauen. Solche Zuwendungen müssen die Kinder bei der Erbteilung allenfalls wieder ausgleichen oder sich an den Erbteil anrechnen lassen. Und Schenkungen an die übrigen Verwandten oder an Dritte können je nach Verwandtschaft hohe Steuern verursachen.

Dazu drei Beispiele aus der Praxis:

Göttikinder: Ein Mann möchte seinem Patenkind 35'000 Franken für das neue Auto schenken. Die beiden sind nicht verwandt. Erbrechtliche Folgen muss der Götti nicht befürchten, solange die Pflichtteile der gesetzlichen Erben nicht verletzt sind. Beim Patenkind fallen aber Schenkungssteuern an.

Im Kanton Zürich sind zwar Geschenke an Patenkinder bis 15'000 Franken steuerfrei. Doch für den Betrag, der darüber liegt – also 20'000 Franken – muss das beschenkte Kind 2400 Franken Steuern bezahlen. Die Tarife variieren von Kanton zu Kanton, und die Steuer kann einen guten Teil des Geschenks auffressen.

Geldgeschenke an Patenkinder

Beispiel: Geschenk von 35'000 Franken an ein nichtverwandtes Patenkind; kant. Freigrenzen und Schenkungssteuern
  Freigrenze (Freibeträge) Schenkungssteuern
AG 0 CHF 4200 CHF
BE 12'000 CHF 3680 CHF
BS 10'000 CHF 7875 CHF
LU1 0 CHF 0 CHF
OW 0 CHF 0 CHF
SG 10'000 CHF 7500 CHF
SZ 0 CHF 0 CHF
ZG 10'000 CHF 3500 CHF
ZH 15'000 CHF 2400 CHF
 
1 Nur Erbschaftssteuern, keine Schenkungssteuern. Schenkungen innert 5 Jahren vor dem Tod werden mit Erbschaftssteuer besteuert.
 
Quelle: TaxWare
 

Eigene Kinder: Eine Witwe hat das Haus vor 15 Jahren auf einen der drei Söhne überschrieben. In dieser Zeit hat sich der Wert fast verdoppelt. Wenn es zur Erbteilung kommt, muss der Sohn wahrscheinlich Geld aufnehmen, um seine Brüder auszuzahlen. Denn ohne weitere Vorkehrungen hängt die Ausgleichspflicht vom Wert des Erbvorbezugs bei der Erbteilung ab.

Enkelkinder: Bei einer Schenkung an Enkel muss man prüfen, ob die Pflichtteile der Kinder verletzt werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei, ob die Schenkung mehr als fünf Jahre vor dem Tod des Schenkers gemacht wurde oder erst später.

Sie wollen alles richtig machen, wenn Sie Geld und Vermögen weitergeben? Die Experten des VZ helfen Ihnen gern. Bestellen sie das kostenlose Merkblatt "Kindern Vermögen schenken". Oder vereinbaren Sie jetzt einen kostenlosen und unverbindlichen Termin im VZ in Ihrer Nähe.