Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 22. März 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Mit 65 Jahren ist noch lange nicht Schluss

Immer weniger Schweizerinnen und Schweizer sind arbeitsmüde, wenn sie 64 oder 65 werden. Für viele ist die Arbeit ein zentraler Lebensinhalt, darum bleibt rund ein Drittel länger berufstätig.

Dieser Trend ist auch für Arbeitgeber interessant. Das zeigt eine neue Umfrage des VZ bei Firmen wie Coop, Migros, Credit Suisse, Swisscom, Swiss Re, UBS und SBB: Drei von vier Firmen haben spezielle Programme, um ihre Mitarbeiter länger im Arbeitsprozess zu halten.

Weiterzuarbeiten hat aber Tücken. Kommen zum Lohn die Renten aus AHV und Pensionskasse dazu, kann die Steuerlast sehr steil ansteigen. Darum sollte man rechtzeitig abklären, wie man dieser Steuerfalle entgehen kann.

AHV-Rente aufschieben

Prüfen Sie rechtzeitig, ob Sie neben dem Lohn auf die AHV-Rente angewiesen sind, solange Sie berufstätig bleiben – oder ob Sie Ihre AHV-Rente aufschieben können. Denn so senken Sie Ihr steuerbares Einkommen.

Frauen können die Rente bis 69 aufschieben, Männer bis 70. Dadurch erhöht sich die AHV-Rente ein Leben lang. Wer zum Beispiel drei Jahre zuwartet, erhält 17,1 Prozent mehr Rente (siehe Tabelle unten). Wer von dieser Möglichkeit Gebrauch machen will, muss die zuständige AHV-Zweigstelle informieren, und zwar spätestens ein Jahr, nachdem er das ordentliche Rentenalter erreicht hat.

Pensionskassen-Reglement studieren

Wenn Sie erwerbstätig bleiben, können Sie weiterhin in die Pensionskasse einzahlen. Die zusätzlichen Beiträge führen zu einer Erhöhung des angesparten Guthabens. In der Regel steigt auch der Umwandlungssatz, mit dem Ihre Ersparnisse in eine Rente umgerechnet werden.

Allerdings gibt es auch Pensionskassen, die keine Einzahlungen mehr erlauben, wenn eine versicherte Person das reguläre AHV-Alter erreicht hat. Hier kann es sich lohnen, einen Teil der Ersparnisse als Kapital auszahlen zu lassen. Das reicht meistens auch aus, um das steuerbare Einkommen so weit zu senken, dass die Steuerlast nicht unnötig steigt.

Säule 3a einzahlen

Nach 64 oder 65 darf man weiterhin in die Säule 3a einzahlen – Frauen längstens bis 69 und Männer bis 70. Die meisten können bis zu 6826 Franken überweisen. Für Erwerbstätige oder Selbstständige ohne Pensionskasse sind es bis zu 20 Prozent des Einkommens, maximal 34‘128 Franken.

Aus steuerlicher Sicht ist es oft sinnvoll, die 3a-Gelder möglichst spät zu beziehen. Denn Zinsen und Dividenden auf Säule-3a-Konten und aus Freizügigkeitsstiftungen müssen nicht als Einkommen versteuert werden, und die angesparten Guthaben zählen nicht zum steuerbaren Vermögen.

AHV-Rente aufschieben – das zahlt sich aus

Je länger der Aufschub, desto höher die AHV-Rente

Planen Sie sorgfältig, wie und wann Sie Ihre Vorsorgegelder beziehen, damit Sie unnötige Steuern vermeiden. Die Experten des VZ helfen Ihnen gerne. Bestellen sie das kostenlose Merkblatt "Länger arbeiten". Oder vereinbaren Sie einen unverbindlichen Termin im VZ in Ihrer Nähe.