Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 8. Februar 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Pflegeleistungen in der Familie ausgleichen

Eva K. hat ihre Mutter jahrelang betreut, während ihr Bruder keinen Finger rührte. Nach dem Tod der Mutter hofft sie vergeblich auf eine Entschädigung für ihren Einsatz. Das sollten Familien über dieses Thema wissen.

Mit dem Alter werden viele Eltern gebrechlicher und sind froh um jede Hilfe – etwa mit dem Einkaufen, für Fahrdienste oder bei der Gesundheitspflege. Oft übernimmt ein Kind diese Aufgaben.

So war es auch bei Eva K. Sie hat sich zehn Jahre lang um ihre verwitwete Mutter gekümmert, übernahm Besorgungen und hielt das Haus in Schuss. Ihr Bruder half ihr kaum dabei. Und trotzdem: Als die Mutter stirbt, erben Bruder und Schwester genau gleich viel.

Eva K. fände eine finanzielle Entschädigung für ihren grossen Einsatz fair. Ihr Bruder ist aber nicht offen für einen Kompromiss – und erbrechtlich schuldet er ihr keinen Franken. Bei Eva K. hinterlässt das mehr als ein ungutes Gefühl. Eine solche Situation kommt in vielen Familien vor.

Beispiel: Pflegedienstleistungen erbrechtlich regeln
Witwe mit zwei Kindern; die Tochter pflegt ihre Mutter. Diese Leistung wird mit einem Vermächtnis entschädigt. Basis: 4 Stunden Pflege pro Woche während 10 Jahren zu 30 Franken pro Stunde
Beispiel: Pflegedienstleistungen erbrechtlich regeln

Das Gesetz sieht keine spezielle Entschädigung für die Betreuung von Angehörigen vor. Wer für seine Eltern pflegt und für sie sorgt, sollte darum rechtzeitig regeln, ob und wie diese Leistungen finanzielle entschädigt werden sollen – sonst kann es dafür zu spät sein.

Je nach familiärer und finanzieller Situation gibt es mehrere Möglichkeiten. Zwei Beispiele:

Erbrechtliche Regelung: Testament

Im Testament oder Erbvertrag können Eltern verfügen, dass das betreuende Kind mehr vom Nachlassvermögen erhält als seine Geschwister, zum Beispiel mit einem Vermächtnis (siehe Tabelle oben). Die Eltern können auch jene Kinder auf ihren gesetzlichen Pflichtteil setzen, die nichts zur Betreuung beitragen.

Privatrechtliche Regelung: Pflegevertrag

Man kann sich in der Familie mündlich absprechen. Ratsam ist es aber, finanzielle Abmachungen schriftlich festzuhalten. Die Eltern und ihre Kinder können einen sogenannten Betreuungs- und Pflegevertrag aufsetzen. Darin halten sie fest, welche Leistungen ein Kind erbringt, wie hoch die Entschädigung ist und wie diese Entschädigung abgerechnet werden soll.

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