Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 11. Januar 2019

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

So verändern sich Ihre Renten

Zwar ist die AHV-Rente seit Januar etwas höher. Gut ist auch, dass man mehr in die Säule 3a einzahlen darf. Ernüchternd ist aber der Blick in den Ausweis der Pensionskasse.

Angehende Pensionierte sollten sich genau informieren, wie viel Geld sie künftig erwarten können. Das sind die wichtigsten Fakten.

Fakt 1: AHV – nur an Teuerung angepasst

Pensionierte bekommen jetzt mehr AHV. Die maximale Einzelrente ist am 1. Januar um 20 Franken auf 2370 Franken pro Monat gestiegen. Ehepaare haben neu Anspruch auf bis zu 3550 Franken pro Monat; das sind 30 Franken mehr als vorher.

Das sind eigentlich gute Nachrichten. Allerdings können sich Pensionierte unter dem Strich nicht mehr leisten, denn die Renten wurden nur an die aktuellen Löhne und Preise angeglichen.

Tipp: Um Lücken zu vermeiden, sollten Sie alle fünf Jahre prüfen, ob Ihre Beiträge korrekt überwiesen wurden. Und lassen Sie Ihre Rente ab 55 im Voraus von der AHV berechnen. Tauchen Ungereimtheiten erst bei der Pensionierung auf, kann sich die Auszahlung der Rente verzögern.

Fakt 2: Umwandlungsätze sinken weiter

Nur scheinbar gute Nachrichten gibt es auch bei der Pensionskasse. Der Bundesrat hat sich gegen eine Senkung des Mindestzinses im Obligatorium von 1,0 auf 0,75 Prozent entschieden – eine künftige Senkung ist damit aber nicht vom Tisch. Der Mindestzins ist schon von 4 auf 1 Prozent gesunken. Darum wachsen die Guthaben kaum noch durch den Zinseszinseffekt.

Noch unerfreulicher sieht es aus, wenn man die Umwandlungssätze betrachtet. Im Obligatorium müssen die Pensionskassen 6,8 Prozent garantieren. Viele verwalten jedoch "umhüllend" auch Guthaben, die darüber hinausgehen (Lohnteile über 85'320 Franken). Dort können sie den Umwandlungssatz senken, solange sie die obligatorischen Leistungen einhalten. Die Folge: Der Umwandlungssatz auf dem gesamten Guthaben ist viel tiefer.

Ein Beispiel: Ein 55-Jähriger bekommt statt 45'300 nur noch 29'400 Franken pro Jahr. Das sind jeden Monat 1325 Franken weniger zum Leben (siehe Grafik). Sinken die Zinsen und Umwandlungssätze weiter, verringert sich seine monatliche Rente sogar um 1535 Franken.

Tipp: Wägen Sie gut ab, wie Sie Ihr Guthaben beziehen – als Rente, Kapital oder als Mix. Sinkende Umwandlungssätze machen die Rente unattraktiver. Und anders als in der AHV gleichen die meisten Pensionskassen die Teuerung nicht oder nur teilweise aus. Erkundigen Sie sich, wie Sie finanzielle Lücken schliessen können. Je früher Sie beginnen, desto weniger Geld müssen Sie jeden Monat auf die Seite legen.

Pensionskasse: So stark schrumpfen die Renten
Beispiel: 55-jähriger Mann mit 120'000 Franken versichertem Einkommen und 18 Prozent Altersgutschriften; PK-Guthaben mit 55: 250'000 Franken, davon 125'000 Franken BVG-Obligatorium (alle Angaben in Franken)
Pensionskasse: So stark schrumpfen die Renten

Fakt 3: Kaum Zins in der Säule 3a

Neu darf man mehr in die Säule 3a einzahlen. Die meisten können bis zu 6826 Franken überweisen. Für Erwerbstätige ohne Pensionskasse sind es bis zu 20 Prozent des Einkommens, maximal 34'128 Franken. Auch das sind gute Nachrichten. Allerdings: Im Schnitt verzinsen Banken 3a-Konten nur noch mit 0,27 Prozent. So kann das Guthaben kaum wachsen – der Zinseszinseffekt fällt auch hier praktisch weg.

Tipp: Lohnender als ein 3a-Konto ist eine günstige 3a-Lösung mit Wertschriften. Der Wert kann zwar zeitweise nach unten schwanken, langfristig ist die Rendite aber viel höher als mit einem Konto. Zahlen Sie regelmässig ein, auch wenn es nicht der Höchstbetrag ist. Verpasste Jahre können Sie nicht nachholen.

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