Thema der Woche

Thema der Woche vom 23. Oktober 2019

Lesen Sie hier Hintergrundberichte und Wissenswertes zum Thema Finanzmärkte.

So holen Sie mehr aus Ihrer Säule 3a raus

Einzahlungen in die Säule 3a sind steuerlich attraktiv. Und mit einer Wertschriftenlösung schlägt man den tiefen Zinsen ein Schnippchen. Doch aufgepasst: Hohe Gebühren schmälern die Rendite empfindlich.

Wer fürs Alter vorsorgt, ist auf Rendite angewiesen. Doch im Durchschnitt zahlen die Banken nur noch 0,19 Prozent Zins auf 3a-Konten, wie ein Vergleich des VZ bei Dutzenden von Banken zeigt. Bei so tiefen Zinsen fällt der Effekt des Zinseszinses nahezu weg. Diese 3a-Guthaben wachsen praktisch nur noch durch die Einzahlungen der Sparer.

Wer steuerbegünstigt für das Alter sparen möchte, setzt heute besser auf eine Wertschriftenlösung. Viele Banken bieten 3a-Wertschriftenlösungen an. Dabei wird das Guthaben in Aktien, Obligationen und andere Wertpapiere investiert. Gesetzlich erlaubt ist ein Aktienanteil von 50 Prozent: Doch dank einer Erweiterung der Anlagemöglichkeiten ist es für Vorsorgesparer mit ausreichend hoher Risikotoleranz heute auch möglich, eine Anlagestrategie mit höherem Aktienanteil zu wählen.

Bei den Wertschriftenlösungen lohnt es sich aber, genau hinzuschauen, welche Verwaltungsgebühren bei den Banken anfallen. Hier gibt es teilweise grosse Unterschiede. Und hohe Kosten gehen – vor allem bei einer langfristigen Geldanlage wie der Säule 3a – zulasten der Rendite (siehe Tabelle).

Mehr 3a-Guthaben durch tiefere Gebühren

  Lösung A Lösung B
3a-Guthaben mit 50 Jahren 50'000 CHF 50'000 CHF
Jährliche Einzahlung 6'000 CHF 6'000 CHF
Jährliche Rendite vor Gebühren* 4,5% 4,5%
Jährliche Verwaltungsgebühren 1,25% 0,68%
Jährliche Rendite nach Gebühren 3,25% 3,82%
3a Guthaben mit 65 Jahren 198'140 CHF 210'810 CHF
    +12'670 CHF

*Annahme

Aus Gebührensicht lohnt es sich zudem, eine Wertschriftenlösung mit ETF und Indexfonds zu prüfen. Warum, dass zeigt die legendäre Wette des US-Starinvestors Warren Buffet. 2007 war er mit dem Hedgefonds-Manager Ted Seides die Wette eingegangen, dass ein einfacher Indexfonds auf den US-Aktienleitindex S&P 500 über einen Zeitraum von zehn Jahren eine höhere Rendite erzielt als aktiv gemanagte Fonds.

Indexfonds wie ETF haben zum Ziel, einen Index 1:1 abzubilden. Im Unterschied zu herkömmlichen Anlagefonds verzichten sie auf ein aktives Management, das mit dem Kauf und Verkauf von Titeln eine Mehrrendite gegenüber dem entsprechenden Index zu erzielen versucht. Deswegen sind sie günstiger. Ein weiterer Vorteil: Der Anleger erhält immer die Marktrendite. Die meisten aktiven Fonds schaffen es dagegen aufgrund ihrer höheren Gebühren nicht, ihren Vergleichsindex auf Dauer zu schlagen – mit diesem Versprechen werden jedoch die höheren Gebühren begründet.

Das Ergebnis der Wette: 2017 hatte Buffet mit dem Indexfonds einen Gewinn von 854'000 US-Dollar eingefahren. Die von Seides ausgewählten aktiven Fonds brachten es in der gleichen Zeit nur auf 220'000 US-Dollar. Entscheidend für die Niederlage von Seides waren die Kosten, wie er selbst auch eingestanden hatte. "Je höher der Preis ist, den ein Investor für ein Asset zahlt, desto geringer sollten die Erwartungen an den Gewinn ausfallen", wurde er in verschiedenen Medienberichten zitiert.

Für kostenbewusste 3a-Sparer

Sie möchten mehr aus Ihrer dritten Säule herausholen? Die Experten des VZ helfen Ihnen gern. Beim VZ gibt es eine flexible 3a-Wertschriftenlösung mit ETF und Indexfonds. Dank Online-Zugriff haben Sie Ihre Anlagen, deren Wertentwicklung und wichtige Eckdaten stets im Blick. Ihre Anlagestrategie können Sie jederzeit günstig oder sogar kostenlos ändern und Sie entscheiden selbst, wann Sie Ihre Wertschriften verkaufen möchten.

Möchten Sie mehr erfahren über eine Säule 3a beim VZ? Dann bestellen Sie die kostenlosen Unterlagen.

Die VZ-Experten haben zudem in einem kostenlosen Merkblatt die wichtigsten Tipps zur Säule 3a zusammengestellt.

Diese Seite teilen