Thema der Woche

Thema der Woche vom 15. Oktober 2019

Lesen Sie hier Hintergrundberichte und Wissenswertes zum Thema Finanzmärkte.

Nachhaltige Anlagen: Was steckt dahinter?

Nachhaltigkeit spielt nicht nur bei Lebensmitteln oder Kleidung eine immer grössere Rolle. Auch bei der Geldanlage ist sie ein wichtiges Thema.

Mit der Investition in nachhaltig agierende Unternehmen können Anleger einen Beitrag leisten bei der Bewältigung globaler Herausforderungen, wie Klimawandel und Ressourcenausbeutung sowie bei der Durchsetzung von menschenwürdigen Arbeitsbedingungen. Und entgegen der Meinung vieler können sie auch ähnliche Renditen erwarten wie mit konventionellen Anlagen.

Das immer noch weitverbreitete Vorurteil, demzufolge nachhaltige Anlagen schlechter rentieren würden als konventionelle Anlagen, konnte in zahlreichen Studien widerlegt werden. Es wurde sogar festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen einem guten Nachhaltigkeits-Profil und höherer Aktienrendite gibt (siehe Grafik).

Nachhaltige Indizes liefern oft die bessere Rendite
Nachhaltige Indizes haben gegenüber klassischen Indizes häufig die Nase vorn. Der MSCI Europe Socially Responsible (SRI) Index beispielsweise hat den "normalen" MSCI Europa Index während der letzten fünf Jahre deutlich übertroffen.
Nachhaltige Indizes liefern oft die bessere Rendite

Quelle: Bloomberg

Wer sein Geld nachhaltig anlegt, investiert in Unternehmen, die ethisch verantwortungsvoll handeln. Dabei werden oft drei Aspekte nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns unterschieden: ethische Verantwortungsübernahme gegenüber der Umwelt, gegenüber sämtlichen von der Unternehmenstätigkeit betroffenen Menschen und in der Unternehmensführung. Der Grad dieser Bemühungen lässt sich mit dem sogenannten ESG-Score messen. ESG steht für die englische Abkürzung von "Environmental, Social, Governance" und umfasst damit die drei aufgeführten Aspekte.

Bei nachhaltigen Investitionen werden in der Regel drei Investitionsansätze unterschieden:

  • Ausschluss: Mit dem Ausschluss-Ansatz werden bei der Titelauswahl jene Unternehmen ausgeklammert, welche einen gewissen Umsatzanteil mit kontroversen Geschäftstätigkeiten erzielen, wie zum Beispiel mit Alkohol-, Tabak- oder Waffenproduktion.
  • Best-in-Class: Bei diesem Ansatz werden die Unternehmen einer Branche nach ihrer ökologischen, sozialen und unternehmerischen Verantwortung bewertet. Der ESG-Score ist ein international anerkanntes Ratingsystem, das diese drei Komponenten der Nachhaltigkeit anhand objektiv messbarer Kriterien analysiert.
    1. Environmental (ökologische Verantwortung): Bei der Umweltkomponente steht der ökologische Fussabdruck eines Unternehmens im Vordergrund. Untersucht wird hier, inwiefern ein Unternehmen die ökologische Produktverantwortung wahrnimmt bzw. fördert. So wird der Umgang mit knappen Ressourcen oder die Förderung von nachhaltigen Technologien bewertet.
    2. Social (soziale Verantwortung): Die soziale Dimension analysiert unter anderem die Arbeitsstandards, die Diversität der Mitarbeitenden oder auch, ob das Unternehmen einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leistet (zum Beispiel durch die Vermarktung von gesunder Ernährung). Untersucht wird auch, ob in der Produktionskette Menschenrechte verletzt werden.
    3. Governance (unternehmerische Verantwortung): Hier werden die Regeln und Kontrollmechanismen der Unternehmensführung überprüft. Dazu gehören unter andrem Kriterien wie Transparenz der Löhne, die Unabhängigkeit der Verwaltungsräte oder die Ausgestaltung der Aktionärsrechte.
  • Positiver Einfluss: Mit dem PositiverEinfluss-Ansatz können jene Unternehmen ins Portfolio gelangen, die mit ihrer Geschäftstätigkeit besonders positiv hervorstechen. Dies, weil ihre Kerntätigkeiten einen nachhaltigen Einfluss auf Umwelt und Gesellschaft haben, beispielsweise durch die Produktion von wassersparenden Sanitäranlagen oder durch Bildungsangebote. Dies ist die stärkste Form der ESG-Implementierung.

Nachhaltig investieren beim VZ VermögensZentrum

Mit dem Mandat "Vermögensverwaltung mit nachhaltiger Fondsselektion" des VZ VermögensZentrums können Anleger gemäss nachhaltigen Prinzipien investieren. Das VZ überwacht laufend rund 40'000 Anlagefonds und wählt in einem mehrstufigen Selektionsprozess jene aus, die in der quantitativen und qualitativen Analyse herausragen. Das VZ stützt sich dabei auf die Daten von MSCI ESG Research, dem global führenden unabhängigen Anbieter von Nachhaltigkeitsanalysen und -ratings.

Dank der Unabhängigkeit ist das VZ keinem eingeschränkten Fondsuniversum verpflichtet und kann jederzeit frei von Interessenkonflikten die optimale Fondsanlage wählen.

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