Finanztipps vom LGBT-Desk

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Newsletter vom 10. Februar 2019

Informieren Sie sich regelmässig rund um das Thema Pensionierung, Immobilien, Nachlassplanung und erfahren Sie, worauf Sie als gleichgeschlechtliches Paar und Single achten müssen.

Weniger AHV-Rente wegen eingetragener Partnerschaft?

Lassen gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft eintragen, kann es passieren, dass die AHV-Rente gekürzt wird. Doch man sollte auch an die positiven Steueraspekte denken.

Viele gleichgeschlechtliche Paare sind verunsichert, wenn es um das Thema Eintragung der Partnerschaft geht. Denn eingetragene Paare bekommen nach der Pensionierung häufig weniger AHV-Rente als Konkubinatspaare.

Die maximale AHV-Rente für eine Einzelperson beträgt aktuell 2370 Franken (siehe Grafik). So viel Rente bekommt, wer ein durchschnittliches Jahreseinkommen von mindestens 85'320 Franken erhält. Wer auf einen durchschnittlichen Jahreslohn von 14220 oder weniger kommt, erhält die Minimalrente von monatlich 1185 Franken.

Die aktuell gültigen Renten der AHV

Eingetragene Partner erhalten zusammen höchsten anderthalbmal so viel wie die maximale Altersrente einer Einzelperson, also 3555 Franken. Paare im Konkubinat hingegen bekommen bis zu 4740 Franken, wenn beide Partner Anspruch auf die Maximalrente haben. Die AHV-Rente wird aber erst dann gekürzt, wenn beide Partner pensioniert sind. Bezieht ein Partner die maximale AHV-Rente, wird diese also erst gekürzt, sobald der andere Partner ebenfalls das AHV-Alter erreicht. Und auch nur dann, wenn dessen AHV-Rente entsprechend hoch ausfällt.

Pensionierung frühzeitig planen

Gleichgeschlechtliche Paare können mit einer frühzeitigen Steuerplanung bei der Pensionierung oft Tausende von Franken sparen. Guthaben der 2. Säule und der Säule 3a werden bei der Auszahlung einmalig als Einkommen besteuert, allerdings separat vom übrigen Einkommen und zu einem niedrigeren Steuersatz. Eingetragene Paare profitieren vom günstigeren Ehegattentarif. Ein alleinstehender Steuerpflichtiger zahlt bei einem Pensionskassenbezug von 500'000 Franken in Zürich 56'300 Franken Steuern, ein eingetragener Partner nur 41'400 Franken.

Mehrere Tausend Franken sparen Paare in der Regel auch dann, wenn sie ihre Pensionskassen-, Freizügigkeits- und Säule-3a-Guthaben über mehrere Jahre verteilt beziehen. Für die Berechnung der Kapitalauszahlungssteuern zählen die Steuerbehörden alle Bezüge eines Jahres zusammen, in den meisten Kantonen auch die der eingetragenen Partnerin oder des eingetragenen Partners. Je höher die Bezüge sind, die in ein einziges Jahr fallen, desto höher ist auch die prozentuale Steuerbelastung.

Finanzielle Aspekte können eine wichtige Rolle spielen bei der Frage, ob gleichgeschlechtliche Paare im fortgeschrittenen Alter ihre Partnerschaft eintragen lassen sollen. Hier ist eine individuelle Beratung empfehlenswert.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Beim VZ in Zürich berät ein spezialisiertes Team gleichgeschlechtliche Paare und Singles zu allen Geldfragen. Sie können auch das kostenlose Merkblatt mit unseren Tipps zur Säule 3a bestellen. Oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch (bitte im Feld Mitteilung den Vermerk "LGBT" ergänzen).