Finanztipps vom LGBT-Desk

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Newsletter vom 9. Juni 2019

Informieren Sie sich regelmässig rund um das Thema Pensionierung, Immobilien, Nachlassplanung und erfahren Sie, worauf Sie als gleichgeschlechtliches Paar und Single achten müssen.

"Gleichgeschlechtliche Paare brauchen eine auf sie zugeschnittene Beratung"

Seit fünf Jahren gibt es beim VZ VermögensZentrum ein Team, dass auf die Themen Pensionierung, Nachlass und Steuern für lesbische und schwule Paare spezialisiert ist. Jonas Schneider, Leiter des LGBT-Desk, verrät im Interview, was die häufigsten Fragen sind und gibt Tipps.

Wie lautet ihr Fazit aus fünf Jahren LGBT-Beratung?

Jonas Schneider: Viele Menschen machen sich über ihre finanzielle Absicherung nicht viele Gedanken, unabhängig davon ob sie homo- oder heterosexuell sind. Ich berate auch heterosexuelle Paare und bin häufig überrascht, wie unbedarft mit den Themen Vorsorge- und Nachlassplanung teilweise umgegangen wird. Manche Paare leben seit über 20 Jahren zusammen und haben keinerlei Absicherung. Da ist das persönliche Drama im Unglücksfall vorprogrammiert.

Was gab damals den Ausschlag zur Gründung eines eigenständigen LGBT-Teams?

Jonas Schneider: Wir wollten ein Kompetenzzentrum innerhalb des VZ schaffen. Denn unser Vorsorge- und Steuersystem sowie das Erbrecht sind noch immer auf die traditionelle Familie ausgerichtet. Deswegen brauchen schwule und lesbische Paare eine auf sie zugeschnittene Beratung mit entsprechend geschulten Expertinnen und Experten. Und von diesem Kompetenzzentrum profitieren alle unsere Berater.

Welche Fragen bekommen Sie und ihre Mitarbeitenden am häufigsten zu hören?

Jonas Schneider: Sollen wir unsere Partnerschaft eintragen lassen? Und: Wie kann ich meine Partnerin oder meinen Partner bestmöglich absichern?

Und was antworten Sie?

Jonas Schneider: Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn jedes Paar hat eigene Vorstellungen und Wünsche. Es gibt aber für alles eine Lösung.

Was können Sie für Tipps geben?

Jonas Schneider: Als erstes eine Auslegeordnung der Situation machen. Danach die Zielsetzungen definieren. Massnahmen einleiten wie: gegenseitige Meldung der Partnerschaft bei der Vorsorge, Nachlassregelung mit Testament oder Erbvertrag, sowie allenfalls weitere Verträge. Und manchmal schicke ich meine Kunden auf das Standesamt, damit sie sich eintragen lassen.

Was haben Sie persönlich in diesen fünf Jahren erreicht?

Jonas Schneider: Das Thema LGBT wurde innerhalb des VZ als Fachthema visibel und hat an Gewichtigkeit gewonnen. Vor kurzem erhielt das VZ das neue Swiss LGBTI-Label. Damit werden Unternehmen ausgezeichnet, die eine Kultur der Offenheit, Inklusion und Wertschätzung gegenüber LGBTI-Angestellten leben. Das VZ gehört zu den ersten sieben Unternehmen, die mit dem neuen Label ausgezeichnet wurden. Auch gegen aussen hat sich das VZ während der letzten fünf Jahre als Experte positioniert, was innerhalb und sogar ausserhalb der LGBT-Community für Aufmerksamkeit sorgte.

Haben Sie Fragen zu den Themen Pensionierung, Nachlass oder Steuern? Dann vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch (bitte im Feld Mitteilung den Vermerk "LGBT" ergänzen) im VZ in Zürich. Oder bestellen Sie das kostenlose Merkblatt.