KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 18. November 2019

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Interessenkonflikte von Versicherungsbrokern

Bei der Vermittlung von Versicherungen führen finanzielle Anreize unweigerlich zu Interessenkonflikten.

Die berufliche Vorsorge ist komplex. Das macht es KMU schwer, Kosten und Leistungen sauber zu vergleichen. Viele verlassen sich darum auf die Empfehlungen eines Versicherungsvermittlers: auch Versicherungsbroker genannt.

Ein Versicherungsbroker analysiert mit dem KMU zusammen, welche Risiken versichert werden sollen, und schreibt die gewünschte Deckung im Markt aus. Dann vergleicht er alle Angebote und empfiehlt eines davon. Zusätzlich berät er das KMU bei Versicherungsfragen, hilft bei Schadenfällen und bei der Risikoanalyse.

Für diese Arbeit bekommt der Versicherungsbroker eine Entschädigung (Courtage) von Anbietern wie etwa den Pensionskassen. «Die Rede ist von jährlich rund 300 Millionen Franken, die von den Pensionskassenprämien abgezweigt werden», schrieb das Konsumentenmagazin Saldo kürzlich. Davon fallen rund 180 Millionen auf die Entschädigungen an Versicherungsbroker.

Bessere Alternativen für KMU

Der Interessenkonflikt ergibt sich vor allem daraus, dass Pensionskassen unterschiedlich hohe Entschädigungen zahlen. Hat ein Versicherungsbroker zum Beispiel mehrere vergleichbare Angebote zur Wahl, ist die Versuchung unter Umständen gross, die Pensionskasse zu empfehlen, die ihm die höchste Courtage zahlt – und nicht jene, die für das KMU und die Versicherten am besten wäre.

Ein Beispiel: Bei einer Ausschreibung des VZ für ein IT-Unternehmen offerieren sechs Vorsorgeeinrichtungen vergleichbare Prämien und Lösungen. Eine Vorsorgeeinrichtung bietet dem Versicherungsbroker rund 10'000 Franken für seine Arbeit an – und zwar Jahr für Jahr. Demgegenüber beträgt die höchste Entschädigung rund 40'000 Franken pro Jahr – also vier Mal mehr (Grafik).

Entschädigungen: grosse Unterschiede für vergleichbare Risikoleistungen
Beispiel: IT-Firma mit 75 Mitarbeitenden und PK-Beiträgen von 1 Mio. Franken pro Jahr (Sparprämien 700'000, Risikoprämien 250'000, Verwaltungskosten 50'000 Franken); Altersguthaben 15 Mio. Franken
Entschädigungen: grosse Unterschiede für vergleichbare Risikoleistungen

Das ist viel Geld, das jährlich aus der Vorsorge eines KMU abfliesst und die Renten der Angestellten schmälert. Hier ist ein Umdenken angebracht. Damit der Interessenkonflikt wegfällt, muss die Entschädigung unabhängig vom Anbieter und von der Höhe der Prämien sein.

Künftig sollten Versicherungsbroker nach Aufwand und nach Honorar entlohnt werden. Ein Beispiel: Das VZ hat sich für eine Pauschale entschieden und verrechnet einen fixen Betrag pro versicherter Person – und zwar unabhängig vom Anbieter. In diesem Betrag ist das gesamte Versicherungsmanagement für ein KMU enthalten. So gibt es keinen Anreiz, ein Angebot zu bevorzugen, nur weil es mit einer höheren Entschädigung verbunden ist.

Sie möchten die Vorsorge in Ihrem KMU nicht unnötig belasten? Die Experten des VZ helfen Ihnen gerne. Bestellen Sie das Merkblatt "Interessenkonflikte von Versicherungsbroker". Oder sprechen Sie mit einem Spezialisten: Vereinbaren Sie einen Termin im VZ.

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