KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 23. September 2019

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Umverteilungsfalle: Auswege für Firmen und Führungskräfte

Viele Unternehmer und Kader haben ein stattliches Vermögen in ihrer Pensionskasse, vor allem als überobligatorische Guthaben. Sie sind von der Umverteilung am stärksten betroffen. Welche Lösungen gibt es für sie?

Damit die Pensionskassen ihre Rentenversprechen einhalten können, finanzieren die Versicherten mit überobligatorischen Guthaben einen Teil der obligatorischen Leistungen mit.

Im Überobligatorium werden Beiträge und Lohnbestandteile gutgeschrieben, die über die gesetzlichen Mindestleistungen hinausgehen. Hier können Pensionskassen die Verzinsung und den Umwandlungssatz frei wählen, solange sie die obligatorischen Leistungen einhalten.

Darum findet meistens eine Umverteilung von den Besserverdienenden zu den Versicherten mit tieferen Einkommen statt. In der beruflichen Vorsorge war das aber nie vorgesehen.

Es gibt aber Lösungen. Ein 1e-Plan hilft, diese unerwünschte Quersubventionierung weitgehend zu vermeiden. Mit einem 1e-Plan kann man die zweite Säule von Besserverdienenden in eine Basis- und eine Zusatzvorsorge aufteilen. Die Zusatzvorsorge versichert nur überobligatorische Leistungen. Damit fällt die Quersubventionierung des obligatorischen Teils weg.

Arbeitgeber können ihre Kosten senken

Die Versicherten, die mehr als 127'980 Franken pro Jahr verdienen, dürfen ihre Anlagestrategie selbst wählen. Sie können den Aktienanteil auf bis zu 85 Prozent anheben. Ihr Anlageerfolg wird auf ein persönliches Anlagedepot gebucht. Anlageverluste gleicht die Pensionskasse nicht aus, darum fallen auch die kollektiven Wertschwankungsreserven weg. Für Arbeitgeber ist das attraktiv, weil das ihre Kosten für die berufliche Vorsorge senkt.

Die Aufteilung in mehrere Vorsorgetöpfe schafft zudem Spielraum für gestaffelte Bezüge, die sich steuermindernd auswirken: Bezieht man Guthaben aus der Basis- und der Zusatzvorsorge in getrennten Steuerjahren, fällt die Progression häufig moderater aus. Wird hingegen das gesamte Guthaben in der zweiten Säule auf einmal bezogen, kann die Progression im Jahr des Bezugs sprunghaft ansteigen (siehe Tabelle).

Gestaffelte Bezüge helfen, Steuern zu sparen

Beispiel: Mann, verheiratet, steuerpflichtig in Zürich

  Kapitalbetrag Steuerbetrag
Einmaliger Bezug    
Ganzes Kapital 1'500'000 CHF 235'000 CHF
Gestaffelter Bezug    
Basisvorsorge 900'000 CHF 110'600 CHF
Zusatzvorsorge 600'000 CHF 57'100 CHF
  1'500'000 CHF 167'700 CHF

Steuerersparnis dank Staffelung

67'300 CHF

Sie sind Unternehmer, PK-Verantwortlicher oder Kaderangestellter und möchten mehr über eine Kader-/Zusatzvorsorge wissen? Die Experten des VZ helfen Ihnen gerne. Bestellen Sie das Merkblatt "Kadervorsorge". Oder sprechen Sie mit einem Spezialisten: Vereinbaren Sie einen Termin im VZ in Ihrer Nähe.

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