KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 12. August 2019

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Steuerreform: KMU sollten Chancen und Risiken klären

Die neue Steuerreform tritt am 1. Januar 2020 in Kraft. Wer als Unternehmer sein Optimierungspotenzial ausschöpfen will, hat nur noch wenige Monate zum Reagieren.

Im Mai hat die Mehrheit der Stimmberechtigten die "Steuervorlage und AHV-Finanzierung (STAF)" angenommen. Die folgenden Punkte sind für Unternehmer besonders wichtig:

  • Bei Beteiligungen ab 10 Prozent besteuert der Bund die Dividenden künftig höher, nämlich zu 70 Prozent.
  • Das gilt auch für einige Kantone. Dividenden werden mindestens zu 50 Prozent besteuert, zum Teil wird die Erhöhung deutlich höher ausfallen.
  • In Zukunft besteuern der Bund und alle Kantone Dividenden nach demselben Modell. Das Teileinkünfte-Verfahren sieht vor, dass nur ein Teil des Dividendenertrags in die Bemessungsgrundlage eingerechnet wird.
  • Steuerprivilegien von Holdings und anderen Statusgesellschaften fallen weg.
  • Als Kompensation wollen mehrere Kantone ihre Gewinnsteuern senken, einige auch ihre Kapitalsteuern.

Die Steuerreform tritt am 1. Januar 2020 in Kraft. Es bleiben also nur wenige Monate, um zu handeln. Wer sein Optimierungspotenzial ausschöpfen will, muss jetzt die richtigen Massnahmen einleiten. Inhaberinnen und Inhaber von KMU, die ihre Steuern senken und ihre Nachfolge regeln möchten, sollten ihre aktuelle Situation analysieren. 

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

Tipp 1 – Prüfen Sie jetzt alle Steuerfolgen: Berechnen Sie, wie sich die höhere Besteuerung auf Ihre Steuerbelastung auswirkt. Mit einer guten (Substanz-)Dividenden-Strategie können Sie erstens viel Geld sparen und zweitens auch Ihre Nachfolgeregelung erleichtern. 

Gleichzeitig lohnt es sich zu prüfen, wie Sie die nichtbetriebsnotwendigen Mittel in Ihrer Firma besser bewirtschaften können. Unter Umständen wirkt sich das auf die Jahresrechnung 2019 beziehungsweise auf die Verwendung des Gewinns aus.

Die Steuerreform kann übrigens auch ein Anstoss sein, sich über die Bilanzstruktur Gedanken zu machen und die Firma für eine erfolgreiche Nachfolge vorzubereiten.

Tipp 2 – Bezug von Lohn und Dividende hinterfragen: Prüfen Sie, wie Sie das Verhältnis zwischen Ihren Lohn- und Dividendenbezügen verbessern können. Die Erfahrung zeigt: Oft ist ein höherer Lohn attraktiver – vor allem, wenn Sie in Ihrem Unternehmen eine Kadervorsorge eingeführt haben. 

Auch mit freiwilligen Einkäufen in die Pensionskasse (sogenannte PK-Einkäufe) können Sie Ihre Steuerbelastung deutlich senken. Leiten Sie das rechtzeitig ein und halten Sie die Sperrfristen ein. Ein Finanzplan zahlt sich hier aus: Er macht alle Geldströme sichtbar und hilft Ihnen, die richtigen Massnahmen zu treffen.

Sie sind Unternehmer und möchten Steuern sparen? Die Experten des VZ helfen Ihnen gerne. Bestellen Sie das Merkblatt "Steueroptimierung". Oder sprechen Sie mit einem Spezialisten: Vereinbaren Sie einen Termin im VZ in Ihrer Nähe.

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