KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 25. März 2019

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Steueroptimierung für Unternehmer

Viele Firmeninhaber und Geschäftsführer nutzen das Sparpotenzial nicht aus, das sie bei den Steuern haben. Oft ist der Spielraum aber gross: Zum Beispiel, wenn man seine Vorsorge optimiert oder die Bezüge von Lohn und Dividende besser koordiniert. Das sollten Sie jetzt wissen.

Bei einer AG oder GmbH fallen Gewinn- und Kapitalsteuern an. Steuerpflichtig ist dabei das Unternehmen. Die Aktionäre und Gesellschafter werden dagegen als Privatpersonen besteuert. Auf Lohnbezügen und Dividenden müssen sie Einkommenssteuern entrichten.

Die Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Mitteln ist also klar geregelt. Allerdings kann das zu einer steuerlichen Doppelbelastung führen. Denn einerseits muss die Gesellschaft Gewinnsteuern bezahlen und andererseits fallen bei einer Dividendenausschüttung Einkommenssteuern an.

Um diesen Effekt zu entschärfen, werden Dividenden heute reduziert besteuert. Davon profitieren aber nur Inhaber einer qualifizierten Beteiligung. Als qualifizierte Beteiligung gilt ein Anteil von mindestens 10 Prozent an einer Firma.

Unternehmer können ihre Steuern optimieren, indem sie das Bezugsverhältnis zwischen Lohn und Dividenden verbessern und ihre PK-Lösung auf ihre Bedürfnisse anpassen.

Mehr Lohn – oder mehr Dividende?

Ob es sich lohnt, mehr Lohn oder Dividende zu beziehen, hängt vor allem von der Besteuerung der Dividende am Wohnort sowie von der Gewinnsteuer am Firmensitz ab. Entscheidend sind auch die Sozialversicherungsbeiträge und die Ausgestaltung der PK-Lösung.

Da Dividenden privilegiert besteuert werden und nicht AHV-pflichtig sind, beziehen viele mehr Dividenden und weniger Lohn. Allerdings: Mehr Dividende ist nicht immer die beste Lösung, denn ein höherer Lohn vergrössert den Spielraum für die steuerliche Optimierung innerhalb der PK. Zudem kontrollieren die Sozialversicherungen zunehmend die Marktkonformität der bezogenen Löhne. Bei der Aufteilung der Entschädigung sollten Unternehmer darum immer auch ihre Vorsorge einbeziehen und die gesetzlichen Möglichkeiten besser ausschöpfen.

Ein Beispiel

Ein Geschäftsführer erwirtschaftet vor Abzug seines Lohns einen Gewinn von 250'000 Franken. Davon bezieht er 120'000 Franken als Lohn und 93'200 als Dividende (siehe Variante A in der Grafik unten). Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsabgaben bleiben ihm inklusive PK-Sparbeiträge 164'100 Franken.

In Variante B bezieht er 140'000 Franken Lohn und reduziert die Dividende auf 76'200 Franken. Durch den höheren Lohnbezug fällt der Firmengewinn tiefer aus – die Firma zahlt weniger Gewinnsteuern. Unter dem Strich verbleiben beim Inhaber durch die Erhöhung des Lohnes auf 140'000 Franken rund 700 Franken weniger als in der Ausgangslage. Eine höhere Dividende scheint auf den ersten Blick attraktiver zu sein.

In Variante C bezieht der Inhaber ebenfalls einen Lohn von 140'000 Franken, nun aber mit einer optimierten PK-Lösung. Der Vorsorgeplan wird so angepasst, dass sich die Sparbeiträge deutlich erhöhen. Die Summe aus Nettolohn, Dividende und PK-Sparbeiträge ist nun um 2900 Franken höher als in der Ausgangslage. Gleichzeitig fällt die private Steuerbelastung tiefer aus.

Fazit: Mit dem höheren Lohn bleiben dem Inhaber jedes Jahr 5100 Franken mehr als mit der hohen Dividende (Variante A). Hohe Lohnbezüge und eine optimierte PK-Lösung haben auch den Vorteil, dass sich die Sparbeiträge und das Potenzial für PK-Einkäufe erhöhen, womit gleichzeitig weiterer Spielraum zur Steueroptimierung geschaffen wird.

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Vergleich Lohn- und Dividendenbezug
Variante A und B: Vers. Lohn von 60'435 Franken, Sparbeiträge von 15% und Risikobeiträge von 2% (je 1/2 AG und AN), Variante C: Vers. Lohn von 115'115 Franken, Sparbeiträge von 25% und Risikobeiträge von 2% (je 1/2 AG und AN)
Vergleich Lohn- und Dividendenbezug

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