KMU-Special: Pensionskasse, Versicherungen & Nachfolge

Newsletter vom 28. Januar 2019

Erfahren Sie, wie Sie als Unternehmer oder PK-Verantwortlicher die Berufliche Vorsorge, Ihre Personen- und Betriebsversicherungen und Geldanlagen optimieren können.

Pensionskassen in der Umverteilungsfalle

Die Altersstruktur der Schweizer Bevölkerung hat sich stark verändert. Das Durchschnittsalter ist markant gestiegen und es gibt immer mehr hochbetagte Menschen. Für die Pensionskassen ist das ein Problem: Die angesparten Altersguthaben müssen immer länger reichen – gleichzeitig drücken die tiefen Zinsen auf die Erträge.

1985 betrug die Lebenserwartung eines 65-jährigen Mannes 14,9 Jahre – heute sind es 19,7 Jahre. Während die Lebenserwartung in dieser Zeit um über 30 Prozent gestiegen ist, wurde der gesetzliche Mindestumwandlungssatz nur um gut 5 Prozent gesenkt – von 7,2 auf 6,8 Prozent.

Im BVG-Obligatorium bleibt der Umwandlungssatz von 6,8 Prozent weiterhin vorgeschrieben. Die Folgen: Pensionskassen müssten durchschnittlich mehr als 4,5 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaften, damit ihre Rechnung langfristig aufgehen könnte (siehe Grafik). Doch die festverzinsten Anlagen werfen seit langem viel weniger ab, und 2018 konnten auch Aktienanlagen den Fehlbetrag nicht ausgleichen.

So wird der Umwandlungssatz zur Falle
So wird der Umwandlungssatz zur Falle

Quelle: BVG 2015 Generationentafel

Um ihre Rentenversprechen zu finanzieren, verteilen die Pensionskassen immer mehr Mittel um. Sie tun das in der Regel, indem sie die Altersguthaben der Rentner höher verzinsen als jene der aktiven Erwerbstätigen. Diese Umverteilung ist ein Verstoss gegen die Grundidee der beruflichen Vorsorge.

Firmeninhaber und Stiftungsräte, die vermeiden möchten, dass ihre Pensionskasse in der Umverteilungsfalle gefangen bleibt, sollten jetzt die folgenden Punkte überprüfen:

  • Technischer Zins: Wie sieht das Verhältnis zwischen aktiven Versicherten und Rentnern aus? Besteht ein Ungleichgewicht, das einen tieferen technischen Zinssatz erforderlich macht?
  • Risikoprämien: Sind die Risikoprämien angemessen – und was kann man tun, falls sie zu hoch angesetzt sind.
  • Umwandlungssatz: Wie hoch ist der Umwandlungssatz, den die Pensionskasse langfristig finanzieren kann? Und wie würde sich eine Senkung des Umwandlungssatzes auf die Versicherten auswirken?
  • Deckungsgrad: Wie hoch ist der Deckungsgrad der Pensionskasse tatsächlich? Und wie kann sie sich sanieren, falls er zu tief ist?

Das VZ lädt Firmeninhaber und Stiftungsräte ein, ihre Pensionskasse analysieren zu lassen: Machen Sie den kostenlosen PK-Check. Die VZ-Spezialisten zeigen Ihnen, was Sie optimieren können und wo Handlungsbedarf besteht. Sie haben Fragen? Dann reservieren Sie einen unverbindlichen Termin im VZ in Ihrer Nähe.

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