Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 15. November 2018

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Deshalb ist ein Testament sinnvoll

Genau Zahlen gibt es nicht. Der Bund schätzt, dass 2015 über 60 Milliarden Franken an die nächste Generation weitergegeben wurden. Das ist sehr viel Geld. Trotzdem hinterlässt in der Schweiz erfahrungsgemäss nur jede vierte Person ein Testament.

Wenn man kein Testament hinterlässt, entscheidet das Gesetz, wer wie viel erbt. Oft ist das nicht im Sinne der Verstorbenen. Denn was man erarbeitet und gespart hat, soll den Menschen zugutekommen, die einem am nächsten sind. Sie gehen aber unter Umständen leer aus – vor allem bei Konkubinatspaaren und Patchworkfamilien.

Auch in traditionellen Familien kann der überlebende Partner in finanzielle Bedrängnis geraten. Je nachdem, wie sich das Vermögen zusammensetzt, reicht die gesetzliche Begünstigung für eine sorgenfreie Zukunft nicht aus.

Gesetzliche Erbteile und Pflichtteile
Beispiel: Ehepaare mit Kindern
Gesetzliche Erbteile und Pflichtteile

Dazu kommt, dass die Aufteilung des Erbes für viele Familien eine grosse Herausforderung ist. Nicht selten kommt es zu Streit, der sich über Jahre hinziehen kann und die Erbteilung blockiert. Darum lohnt es sich, mit einem Testament rechtzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen.

Diese Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Sie und Ihr Partner müssen je ein eigenes Testament aufsetzen, denn gemeinsame Testamente sind ungültig.
  • Das Testament muss von Hand geschrieben, datiert und unterschrieben sein.
  • Ohne Testament erben der Ehepartner und die Kinder je die Hälfte des Nachlassvermögens (siehe Grafik unten). Steckt der grösste Teil des Vermögens im Haus, sollten sich Ehepaare in ihren Testamenten gegenseitig so weit wie möglich begünstigen. Sonst droht im schlimmsten Fall der Verkauf, um die Kinder auszahlen zu können. Sie können zum Beispiel Kinder auf ihre Pflichtteile setzen und die freie Quote dem Ehepartner zuweisen.
  • Halten Sie Erbvorbezüge schriftlich fest und vereinbaren Sie, wie sie auszugleichen sind.
  • Bestimmen Sie, wer was bekommen soll. Sonst müssen die Erben das untereinander ausmachen.
  • Auch ein Ehe- oder Erbvertrag kann sinnvoll sein, und manchmal braucht es sogar beides.

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