Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 5. Oktober 2018

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

AHV-Rente: Die grössten Irrtümer

Meine Ehefrau und ich bekommen je eine Einzelrente!

Nein, die Renten werden plafoniert. Sobald der zweite Ehepartner auch in Pension geht, bekommen sie zusammen höchstens 150 Prozent der Maximalrente für Alleinstehende. 2019 sind das höchstens 3555 Franken pro Monat. Übersteigt die Summe der beiden Einzelrenten den Maximalbetrag, werden die Renten anteilsmässig gekürzt.

Als Mann erreiche ich das AHV-Alter mit dem 65. Geburtstag, als Frau mit dem 64.!

Nicht ganz. Rentenberechtigt ist man ab dem ersten Tag des Monats nach dem 65. bzw. 64. Geburtstag. Die Rente trifft spätestens am 20. Tag des betreffenden Monats auf das Konto ein – viele Ausgleichskassen überweisen sie schon früher.

Die AHV-Rente kommt automatisch!

Nein. Man muss den Bezug der Rente bei der Ausgleichskasse anmelden – am besten fünf bis sechs Monate im Voraus. Die Adresse der zuständigen AHV-Zweigstelle erhält man vom Arbeitgeber.

Frühpensionierung: Ich muss keine Beiträge leisten!

Falsch. Die Beitragspflicht für Männer endet mit 65 Jahren, für Frauen mit 64. Bei einer Frühpensionierung werden je nach Vermögen und Einkommen AHV-Beiträge von 478 bis 23'900 Franken fällig – pro Jahr und Person (Beiträge 2018).

AHV-Beiträge kann man nicht senken!

Möglicherweise schon. Wer etwa schrittweise in Pension geht oder nach der Frühpensionierung noch ein Teilzeiteinkommen hat, kann unter Umständen seine AHV-Beiträge senken und seinen nichterwerbstätigen Ehepartner ganz von der Beitragspflicht befreien

Jobverlust: In Sachen AHV muss ich nichts machen!

Doch. Wer kurz vor der Pensionierung seine Stelle verliert, sollte abwägen, ob sich ein Vorbezug lohnt. Die AHV-Rente kann man schon ein oder zwei ganze Jahre vor dem regulären AHV-Alter beziehen. Bei einem Vorbezug um zwei Jahre schrumpft die Rente aber lebenslänglich um 13,6 Prozent, ein Vorbezug um ein Jahr führt zu einer Kürzung um 6,8 Prozent.

AHV vorbeziehen – das ist steuerlich unproblematisch!

Falsch. Einen Vorbezug muss man zum Beispiel genau durchrechnen, wenn der Ehepartner noch arbeitet. Das Erwerbseinkommen und die vorbezogene AHV-Rente können zusammen eine so hohe Steuerprogression auslösen, dass die zusätzliche Steuerlast die Vorteile des Vorbezugs zunichtemachen.

Die AHV-Rente aufschieben – das ist keine gute Idee!

Doch, das kann sich lohnen. Wer über das AHV-Alter hinaus arbeitet oder finanziell noch nicht auf die Rente angewiesen ist, kann den Bezug um 1 bis 5 Jahre aufschieben. Dadurch erhöht sich die Rente während der gesamten Bezugsdauer um maximal 31,5 Prozent (siehe Tabelle).

Bei einem Aufschub steigt die Rente

Rentenerhöhung in Prozent nach einer Aufschubdauer von

Jahre Monate      
  0 bis 2 3 bis 5 6 bis 8 9 bis 11
1 5,2% 6,6% 8,0% 9,4%
2 10,8% 12,3% 13,9% 15,5%
3 17,1% 18,8% 20,5% 22,2%
4 24,0% 25,8% 27,7% 29,6%
5 31,5% - - -

Lesebeispiel: Wer den Rentenbezug um 2 Jahre und 8 Monate aufschiebt, erhält lebenslänglich eine um 13,9% höhere Rente.

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