Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 10. August 2018

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Pensionskasse: Wie soll ich mein Geld beziehen?

Sie gehört zu den wichtigsten Entscheidungen: Soll ich mein Pensionskassen-Geld als Rente oder als Kapital beziehen – oder wähle ich einen Mix?

Eine allgemeine Empfehlung gibt es nicht: Je nach familiärer und finanzieller Situation ist die eine oder andere Variante besser. Die wichtigsten Vor- und Nachteile:

Rente beziehen

Für die Rente sprechen vor allem zwei Gründe: Die Rente ist bis ans Lebensende garantiert, und man braucht sich nicht um die Anlage des Geldes zu kümmern.

Nachteile: Wer künftig die Rente bezieht, muss mit deutlichen Einbussen rechnen. Die Höhe der Rente hängt vom Umwandlungssatz ab – und der dürfte weiter sinken. Mit den grössten Einbussen müssen Erwerbstätige rechnen, die mehr als mit 84'600 Franken verdienen. Ein Teil ihres Lohnes ist nämlich im Überobligatorium versichert, wo einige Pensionskassen den Umwandlungssatz bereits stark gesenkt haben. Sinkt der Umwandlungssatz zum Beispiel von 6,8 auf 5 Prozent, bekommt ein 65-Jähriger später gut 10'000 Franken weniger Rente pro Jahr (siehe Tabelle).

Zudem muss man die Rente zu 100 Prozent als Einkommen versteuern. Und ein grosser Nachteil sind auch die oft ungenügenden Leistungen für die Hinterbliebenen.

Bezug als Kapital oder als Rente: Einkommen im Vergleich
Beispiel: 65-jähriger Mann mit 800'000 Franken PK-Guthaben (Angaben in Franken)

Kapital beziehen

Wer sein Guthaben auszahlen lässt, bleibt finanziell flexibler. In den ersten Jahren kann man zum Beispiel Geld abzweigen, um das Haus zu renovieren oder den Kindern einen Erbvorbezug zu geben. Der grösste Teil wird angelegt und sukzessive aufgebraucht, um ein sicheres Einkommen bis ans Lebensende sicherzustellen.

Schon mit einer Rendite von 1 Prozent ist das Einkommen mit 38'430 Franken höher als die Rente von 36'000 Franken, die auf einem Umwandlungssatz von 6 Prozent basiert.

Ein weiterer Vorteil: Was bis zum Tod nicht aufgebraucht ist, gehört den Hinterbliebenen, sofern man sie mit einem Testament oder Ehevertrag so weit wie möglich begünstigt hat.

Nachteile: Anders als mit der Rente trägt man das Anlagerisiko. Darum ist es wichtig, dass man sein Geld gut einteilt, damit das Einkommen langfristig gesichert bleibt.

Mix aus Rente und Kapital

Die Vorteile von Rente und Kapital lassen sich auch kombinieren, indem man einen Teil des Geldes als Rente bezieht und den Rest auszahlen lässt: Die Rente dient zur Absicherung der Existenz bis ins hohe Alter, und mit dem ausbezahlten Kapital kann man sich jederzeit besondere
Wünsche erfüllen.

Tipp: Ehepaare sollten die Umwandlungssätze und die Leistungen für den überlebenden Partner rechtzeitig vergleichen. Es kann sich lohnen, wenn derjenige Partner die Rente bezieht, dessen Pensionskasse den höheren Umwandlungssatz anwendet.

Entscheidend ist auch die Lebenserwartung – vor allem, wenn die Renten und Hinterlassenenleistungen bei beiden Pensionskassen identisch sind. Weil Frauen länger leben, beziehen sie ihre Rente in der Regel länger als gleichaltrige Männer. Sind beide etwa gleich alt, sollte also eher die Frau die Rente beziehen. Anders verhält es sich, wenn ihre Lebenserwartung aus gesundheitlichen Gründen stark verkürzt ist.

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