Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 27. Juli 2018

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Vorsorge im Konkubinat – gut zu wissen

Für Paare ohne Trauschein sind die Vorsorgeleistungen oft ungenügend. Das ist selbst dann der Fall, wenn die Partner schon länger zusammenleben oder gemeinsame Kinder haben.

Wer keine Vorkehrungen für den Todesfall trifft, kann seinen hinterbliebenen Partner in finanzielle Bedrängnis bringen. Auf diese Vorsorgefallen sollten Paare besonders achten:

Keine AHV-Leistungen

Wenn ein Konkubinatspartner stirbt, erhält der überlebende Partner keine Hinterbliebenenleistungen. Denn die AHV sichert nur verheiratete Paare und Kinder ab. Bei einer Trennung können Konkubinatspartner auch keine Teilung der AHV-Gutschriften verlangen.

Pensionskasse informieren

Viele Pensionskassen zahlen im Todesfall freiwillig eine Rente oder eine einmalige Kapitalabfindung aus, sofern gewisse Bedingungen erfüllt sind. Zum Beispiel, dass die Lebenspartnerschaft zum Zeitpunkt des Todes mindestens 5 Jahre dauert.

Doch aufgepasst: Unverheiratete müssen ihre Pensionskasse frühzeitig über die Lebensgemeinschaft informieren. Und sie müssen klar bekunden, was mit ihrem Guthaben geschehen soll. Ein Testament, in dem der Partner als Alleinerbe eingesetzt wird, genügt dafür nicht.

Tücken beim Nachlass

Konkubinatspartner werden bei der gesetzlichen Erbfolge nicht berücksichtigt. Wer seinem Partner einen Teil seines Vermögens vermachen möchte, muss ein Testament oder einen Erbvertrag aufsetzen. Allerdings gibt das Erbrecht enge Schranken vor. Die gesetzlichen Pflichtteile dürfen nicht verletzt werden. Sind Kinder vorhanden, beträgt der Pflichtteil drei Viertel des gesamten Nachlasses. Das heisst: Dem Konkubinatspartner kann nur ein Viertel problemlos vermacht werden

Folgen für die Steuern

Je nach Kanton müssen Konkubinatspartner sehr hohe Erbschaftssteuern entrichten. Ein Beispiel: Für eine Erbschaft von 500'000 Franken bezahlt ein Konkubinatspartner in Bern über 40'000 Franken Erbschaftssteuern. In anderen Kantonen ist die Steuer sogar viel höher (siehe Tabelle).

Erbschaftssteuern
Beispiel: Erbschaft von 500'000 Franken; je nach Kanton gelten unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze; Steuerbeträge für das Kalenderjahr 2018; alle Angaben in Franken
Erbschaftssteuern

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