Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 28. März 2018

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Ehevertrag allein schützt zu wenig

Um sich für den Todesfall gegenseitig abzusichern, sprechen sich viele Ehepaare die gesamte Errungenschaft in einem Ehevertrag zu. Im Ernstfall reicht das jedoch nicht.

Viele Ehepaare halten spezielle Vereinbarungen für den Todesfall in einem Ehevertrag fest. Oft reicht das aber nicht aus. Ein Beispiel: Das Ehepaar Weber hat in seinem Ehevertrag vereinbart, das sogenannte Errungenschaftsvermögen im Todesfall vollständig dem hinterbliebenen Ehegatten zuzusprechen. Zu diesem Vermögen zählt alles, was im Lauf der Ehe gemeinsam erwirtschaftet wurde. Bei Webers sind das ein Eigenheim und ein Mehrfamilienhaus.

Mit ihrer Vereinbarung im Ehevertrag fühlen sich Herr und Frau Weber auf der sicheren Seite. Allerdings: Wenn einer der beiden Ehepartner stirbt, muss ein Erbschein beantragt werden, auf dem die Erbengemeinschaft aufgeführt ist. Dazu gehören bei Webers neben dem überlebenden Ehegatten auch die drei Kinder.

Das heisst: Will die überlebende Ehegattin wie geplant allein über die beiden Häuser verfügen, muss sie diese in einem zweiten Schritt im Grundbuch auf sich umschreiben lassen. Da sich dies am Wert der Liegenschaften bemisst, kann das schnell ins Geld gehen (siehe Tabelle). Zudem müssen die Miterben hierfür auch noch ihre Zustimmung geben.

Unerwartete Kosten fürs Grundbuchamt
Ausgangslage: Ehepaar in Zürich, mit Ehevertrag, ohne Testament, Tod des Ehemannes, selbstbewohntes Einfamilienhaus im Wert von 1 Mio. Franken, vermietetes Mehrfamilienhaus im Wert von 5 Mio. Franken, im Grundbuch ist der Mann eingetragen (Alleineigentum).
Unerwartete Kosten fürs Grundbuchamt

Die Webers können diesen Aufwand vermeiden, wenn sie zusätzlich zu der Vereinbarung im Ehevertrag ein Testament machen. Darin kann der überlebende Ehegatte als Alleinerbe eingesetzt werden. Auf dem Erbschein steht dann nur dieser Name. So lassen sich nicht nur Kosten sparen. Auch eine mögliche Blockade des Erbes liesse sich vermeiden.

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