Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

Diese Seite teilen

Newsletter vom 23. Februar 2018

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Pensionierung: Vier Fehler, die Sie vermeiden sollten

Wer künftig in Pension geht, muss höhere Beiträge bezahlen oder mit tieferen Renten rechnen. Wer seine Vorsorge selber in die Hand nimmt, vermeidet teure Fehler und finanzielle Lücken im Alter.

Reicht das Einkommen im Alter, um den heutigen Lebensstandard zu halten? Wer plant, kann drohende Lücken erkennen und rechtzeitig handeln. Die folgenden Fehler gilt es dabei zu vermeiden:

Fehler 1: Renten überschätzen

Viele gehen davon aus, dass die Renten aus Pensionskasse und AHV ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard im Alter weiterführen zu können. Doch Fakt ist: Die Renten decken heute in den meisten Fällen weniger als 60 Prozent des letzten Erwerbseinkommens ab.

Tipp: Wie hoch Ihre Pensionskassen-Rente einst sein wird, sehen Sie auf Ihrem Vorsorgeausweis. Die AHV-Rente können Sie bei der zuständigen Ausgleichskasse berechnen lassen. Für Personen ab 40 Jahren ist die Vorausberechnung in der Regel kostenlos.

Fehler 2: Kürzungen unterschätzen

Die Pensionskassen-Renten schrumpfen. Viele Pensionskassen sehen bei den Leistungskürzungen eine Übergangsfrist von fünf bis zehn Jahren vor. Das heisst: Je nach Pensionskasse sind von diesen Massnahmen auch Erwerbstätige betroffen, die schon 55 oder 60 Jahre alt sind.

Tipp: Anders als den jüngeren Versicherten bleibt vielen älteren Angestellten wenig Zeit, um die finanziellen Lücken zu schliessen. Erkundigen Sie sich, mit welchen Massnahmen Sie Ihr Einkommen im Alter sichern können.

Heute ist es wichtiger denn je, zusätzlich zur obligatorischen Vorsorge selbst für sein Alter zu sparen. Je früher man damit beginnt, desto weniger muss man je­den Monat zur Seite legen, um im Alter genug Vermögen zu haben. Es lohnt sich dabei, einen Teil der Sparbeträge in günstige Wertschriftenlösungen zu investieren.

Fehler 3: Steuervorteile nicht nutzen

Einzahlungen in die Säule 3a und freiwillige Einkäufe in die Pensionskasse (PK-Einkäufe) sind die wirkungsvollsten Massnahmen, um die Steuern zu senken. Ein Beispiel: Ein Ehepaar aus Bern mit einem steuerbaren Einkommen von 120’000 Franken pro Jahr spart 3050 Franken Steuern, wenn es zusammen 10’000 Franken in seine Pensionskassen und in die Säule 3a einzahlt (siehe Grafik).

Tipp: Zahlen Sie jedes Jahr in die Säule 3a ein. PK-Einkäufe lohnen sich generell am meisten in den Jahren vor der Pensionierung, wenn das steuerbare Einkommen am höchsten ist und das Altersguthaben bald bezogen wird. Achtung: Wer sein PK-Guthaben als Kapital bezieht, muss sich bis spätestens 3 Jahre vor der Pensionierung einkaufen. Sonst sind die Steuern nachzuzahlen, die man dank dem Einkauf gespart hat.

Wer Steuervorteile nicht nutzt, verzichtet auf mehrere tausend Franken Sparguthaben
Ehepaare mit einem steuerbaren Einkommen von 120'000 Franken, zahlt in die Pensionskasse und in die Säule 3a ein.
Wer Steuervorteile nicht nutzt, verzichtet auf mehrere tausend Franken Sparguthaben

Quelle: Tax Ware; Steuerverwaltung

Fehler 4: Zu viel Geld im Eigenheim binden

Bei der Pensionierung setzen Eigenheimbesitzer oft einen grossen Teil ihres PK-Geldes ein, um ihre Hypothek zurückzuzahlen. Doch damit schrumpft ihre Rente, und die Tragbarkeitsrechnung kippt: Banken stocken Hypotheken normalerweise nicht mehr auf, wenn die kalkulatorischen Wohnkosten ein Drittel der Renteneinkommen übersteigen.

Tipp: Behalten Sie genügend flüssige Mittel zurück. So bleiben Sie flexibel, falls Sie in einen finanziellen Engpass geraten

Sie werden in den nächsten 10 Jahren pensioniert? Die VZ-Experten zeigen Ihnen auf, wie Sie sich optimal darauf vorbereiten. Bestellen Sie die Checkliste zur Pensionierung. Oder vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin im VZ in Ihrer Nähe.