Finanztipps vom LGBT-Desk

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Newsletter vom 04. Februar 2018

Informieren Sie sich regelmässig rund um das Thema Pensionierung, Immobilien, Nachlassplanung und erfahren Sie, worauf Sie als gleichgeschlechtliches Paar und Single achten müssen.

Vergessen Sie diese Steuerabzüge nicht

Die Steuererklärung ist schnell ausgefüllt, wenn man nur einen Lohnausweis und kaum Vermögen hat. Mit Immobilien, Wertschriften oder Vorsorgegeldern wird es aber rasch anspruchsvoller. Mit diesen Tipps nutzen Sie Ihr Sparpotenzial.

Tipp 1: Sie leben in eingetragener Partnerschaft?

Eingetragene Partner werden heute zum tieferen Ehepaartarif besteuert. Vergessen Sie also nicht, in Ihrer Steuererklärung den Abzug für Zweitverdiener und "Ehegatten" geltend zu machen.

Tipp 2: Sie besitzen ein Eigenheim?

Sie können die Versicherungsprämien und die Kosten für Unterhalt und Verwaltung durch Dritte abziehen, indem Sie die Pauschale einsetzen oder die effektiven Kosten geltend machen. Bei den effektiven Kosten gehen die Prämien für Sach- und Haftpflichtversicherungen oft vergessen. Stockwerkeigentümer können die Einlagen in den Erneuerungsfonds abziehen.

Tipp 3: Sie sanieren Ihr Eigenheim?

Werterhaltende Investitionen können Sie abziehen, wertvermehrende aber nicht. Die Abgrenzung führt oft zu Diskussionen. Vor grossen Renovationen klären Sie am besten genau ab, welche Abzüge akzeptiert werden.

Der Bund und viele Kantonen anerkennen selbst erstmalige Investitionen als Unterhaltskosten, wenn sie den Energieverbrauch senken oder sonst zum Umweltschutz beitragen.

Tipp 4: Sie haben eine Ferienwohnung?

Mieteinnahmen und den Eigenmietwert müssen Sie immer versteuern – auch wenn die Ferienwohnung oft leer steht. Ist sie teilweise vermietet, dürfen Sie den Eigenmietwert kürzen. Wer die Wohnung möbliert vermietet, darf in einigen Kantonen zusätzlich etwas für die Abnützung abziehen.

Tipp 5: Sie verfügen über Vermögenswerte?

Bei Wertschriften des Privatvermögens können insbesondere die Kosten für die Verwaltung und Verwahrung durch Dritte abgezogen werden. Nicht abzugsfähig sind dagegen die Kosten für den Erwerb, die Veräusserung oder die Wertvermehrung von Wertschriften.

Tipp 6: Rente und Kapital?

Vielen ist unklar, wie sie die Versicherungsleistungen und Kapitalauszahlungen deklarieren müssen. Je nach Art und Zweck werden sie zusammen mit dem übrigen Einkommen oder separat besteuert. Renten aus AHV und Pensionskasse zum Beispiel sind in der Regel zu 100 Prozent als Einkommen zu versteuern. Der Kapitalbezug aus der Pensionskasse und der Säule 3a wird dagegen zu einem günstigeren Vorsorgetarif besteuert.

Kompliziert wird es bei Kapitalabfindungen des Arbeitgebers. Die Besteuerung hängt vom Zweck der Zahlung ab. Hat sie Vorsorgecharakter, wird sie vom Bund und vielen Kantonen zum günstigeren Vorsorgetarif besteuert. Eingetragene Partner sollten ihre Vorsorgegelder über mehrere Jahre gestaffelt beziehen, um Steuern zu sparen.

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