Finanztipps vom LGBT-Desk

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Newsletter vom 09. Dezember 2018

Informieren Sie sich regelmässig rund um das Thema Pensionierung, Immobilien, Nachlassplanung und erfahren Sie, worauf Sie als gleichgeschlechtliches Paar und Single achten müssen.

So holen Sie mehr aus der dritten Säule raus

Mit der dritten Säule fürs Alter vorsorgen: Mit einem Zinskonto bringt das kaum noch was.

Neigt sich das Jahr dem Ende, sollte man die Einzahlungen in die Säule 3a nicht vergessen. Spätestens am 31. Dezember muss das Geld bei der Vorsorgeeinrichtung sein. Grundsätzlich ist es zu empfehlen, mit dem Vorsorgesparen so früh wie möglich zu beginnen. Und wichtig: Da verpasste Einzahlungen nicht nachgeholt werden dürfen, sollte man jedes Jahr einzahlen. Auch dann, wenn der Betrag kleiner ist als das zulässige Maximum.

In diesem Jahr darf man bis zu 6768 Franken in die Säule 3a einzahlen und in der Steuererklärung vom Einkommen abziehen. Wer keiner Vorsorgeeinrichtung angeschlossen ist, darf bis zu 33'840 Franken bzw. maximal 20 Prozent des Erwerbseinkommens einzahlen.

Bei den rekordtiefen Zinsen in der Schweiz sollte man sich auch überlegen, wo man einzahlt: Auf einem Zins- oder einem Wertschriftenkonto. Diese beiden Varianten stehen zur Auswahl. Am weitesten verbreitet ist dabei noch immer das Zinskonto. Doch ein aktueller Vergleich des VZ Vermögenszentrums bei rund 60 Banken zeigt, dass Zinskonten im Durchschnitt nur noch mit 0,27 Prozent verzinst werden. Das ist fast nichts. Bei so tiefen Zinsen ist die Anlagerendite mehr als bescheiden. Und auch der Effekt des Zinseszinses fällt praktisch weg. Diese 3a-Guthaben wachsen praktisch nur noch durch die Einzahlungen der Sparer.

Langer Anlagehorizont

Wer steuerbegünstigt sparen möchte, setzt heute besser auf eine Wertschriftenlösung. Kurzfristig kann hier zwar der Wert des Guthabens deutlich schwanken, was bei den Zinskonten nicht der Fall ist. Für ein Wertschriftenkonto spricht allerdings der lange Anlagehorizont in der dritten Säule. Denn langfristig ist die Rendite bei Wertschriften deutlich höher als bei einem 3a-Konto.

Viele Banken bieten heute 3a-Wertschriftenlösungen an. Es lohnt sich aber, genau hinzuschauen. Oft handelt es sich um aktiv gemanagte Fonds, die hohe Gebühren verlangen. Einige Banken ziehen von der Rendite 1,5 Prozent oder mehr ab. Darum lohnt es sich, eine passive Lösung mit ETF zu prüfen.

ETF sind an der Börse handelbare Indexfonds. Sie sind günstig und transparent. Und sie werfen auch dann Erträge ab, wenn die Börsenkurse nicht steigen. Bei ETF, die einen Aktienindex abbilden, sind das zum Beispiel die Dividenden: Allein diese Ausschüttungen sind in der Regel deutlich höher als der Zins auf dem 3a-Konto.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Beim VZ in Zürich berät ein spezialisiertes Team gleichgeschlechtliche Paare und Singles zu allen Geldfragen. Sie können auch das kostenlose Merkblatt mit unseren Tipps zur Säule 3a bestellen. Oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch (bitte im Feld Mitteilung den Vermerk "LGBT" ergänzen).