Finanztipps vom LGBT-Desk

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Newsletter vom 07. Oktober 2018

Informieren Sie sich regelmässig rund um das Thema Pensionierung, Immobilien, Nachlassplanung und erfahren Sie, worauf Sie als gleichgeschlechtliches Paar und Single achten müssen.

Die eingetragene Partnerschaft – das sollten Sie wissen

Lassen sich gleichgeschlechtliche Paare auf dem Zivilstandsamt als Lebenspartner eintragen, kann das Auswirkungen auf die Steuerrechnung haben. Auch andere finanzielle Aspekte sollte man beachten.

"Eine glückliche Beziehung kommt ohne Trauschein aus, deswegen lassen wir uns nicht eintragen." So argumentieren viele gleichgeschlechtliche Paare, wenn es um das Thema eingetragene Partnerschaft geht. Doch das ist kurzfristig gedacht. In einer erfüllten Partnerschaft sollte man die gemeinsame Zukunft planen, um sich vor bösen Überraschungen zu schützen.

Auswirkung auf Steuerrechnung

Durch die Eintragung der Partnerschaft erhält die Beziehung einen Status, der einer Ehe sehr ähnlich ist. Deswegen kann sich diese Entscheidung spürbar auf die Steuerrechnung auswirken. Denn die Steuerbehörde zählt die Einkommen von eingetragenen Partnern zusammen, wie bei Eheleuten. Als Faustregel gilt: Sind die beiden Einkommen ähnlich hoch, fällt die Steuerrechnung höher aus – Stichwort Progression. Je grösser aber der Unterschied zwischen den Einkommen ist, desto eher sinken die Steuern.

Gut zu wissen: In einer eingetragenen Partnerschaft kann man in der Steuererklärung den Abzug für Zweitverdiener und „Ehegatten“ geltend machen. Denn eingetragene Partner werden zum tieferen Ehepaartarif besteuert. Bevorteilt sind eingetragene Paare auch beim Kapitalbezug aus der Pensionskasse und der Säule 3a, da für sie der günstigere Steuertarif für Verheiratete gilt.  

Vorteile bei Nachlass

Während Konkubinatspartner ohne Testament keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Anteil am Erbe des Verstorbenen haben, erhält der Partner bei einer auf dem Zivilstandsamt eingetragenen Beziehung in diesem Fall mindestens die Hälfte des Nachlassvermögens des verstorbenen Partners.

Eingetragene Partner sind zudem von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit. Konkubinatspaare müssen dagegen je nach Kanton und Dauer des Konkubinats rund 20 bis 35 Prozent Steuern bezahlen. Von der Eintragung profitieren auch die Kinder eines Partners, wenn die Stiefmutter oder der Stiefvater sie im Testament begünstigt.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Beim VZ in Zürich berät ein spezialisiertes Team gleichgeschlechtliche Paare und Singles zu allen Geldfragen. Speziell zu den Vor- und Nachteilen einer eingetragenen Partnerschaft findet im Oktober ein kostenloses Webinar statt, für das Sie sich hier anmelden können. Sie können auch das kostenlose Merkblatt zur eingetragenen Partnerschaft bestellen. Oder vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch (bitte im Feld Mitteilung den Vermerk "LGBT" ergänzen).