Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 1. September 2017

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Die Folgen der Rentenreform

Das VZ hat berechnet, was sich für unterschiedliche Altersgruppen ändert, wenn die Altersvorsorge 2020 angenommen wird. Rentner und Über-45-Jährige sind weniger stark betroffen als die Jüngeren. Mit und ohne Reform müssen jedoch alle Berufstätigen mehr Vermögen aufbauen, um später genug Geld zu haben.

Eigentlich sind sich alle einig: Wegen der steigenden Lebenserwartung, den anhaltend tiefen Zinsen und dem überhöhten Umwandlungssatz braucht es Reformen, um die Altersvorsorge langfristig zu finanzieren.

Unter anderem sollen folgende Massnahmen die erste und zweite Säule entlasten:

  • Das ordentliche Rentenalter für Frauen steigt schrittweise auf 65 Jahre.
  • 2021 erhöhen sich die AHV-Beiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer um je 0,15 Prozentpunkte.
  • Die Mehrwertsteuer steigt um 0,3 Prozentpunkte, und die AHV erhält 0,6 Prozentpunkte mehr.
  • Bis 2022 fällt der Mindestumwandlungssatz für obligatorische Guthaben in der Pensionskasse von heute 6,8 auf 6 Prozent.
  • Angestellte zwischen 35 und 54 müssen in der Pensionskasse 1 Lohnprozent mehr ansparen.

Als Ausgleich erhalten Neurentner 70 Franken mehr AHV-Rente pro Monat, und die Obergrenze für Ehepaar-Renten steigt von 150 auf 155 Prozent der maximalen Einzelrente.

Doch wie beeinflusst der geplante Umbau des Systems die künftigen Renten? Das VZ hat die Auswirkungen für mehrere Altersgruppen berechnet. Die Beispiele zeigen, wie sich die geplanten Massnahmen auf jemanden auswirken, der 35, 55 oder 70 Jahre alt ist, wenn die Reform in Kraft tritt (siehe Tabelle unten).

Wer dann mindestens 45 Jahre alt ist, profitiert von der sogenannten Besitzstandswahrung: Die Renten aus dem Obligatorium der Pensionskasse sollen demnach nicht schrumpfen.

Seine Vorsorge aktiv mitgestalten

Die wichtigste Erkenntnis der VZ-Berechnung ist, dass viele angehende Pensionierte weniger Geld haben werden – unabhängig davon, ob die Vorlage angenommen wird oder nicht. Das liegt daran, dass die Pensionskassen einen sogenannten umhüllenden Umwandlungssatz anwenden.

Für Guthaben, die im Überobligatorium angespart wurden, können sie den Umwandlungssatz selber festlegen, solange sie die gesetzlichen Leistungen erbringen. Darum liegt der tatsächliche Umwandlungssatz für viele heute schon unter 6 Prozent. Daran ändert auch die geplante Reform nichts.

Das Fazit: Mit und ohne Reform – wer in Zukunft ohne finanzielle Sorgen in Pension gehen will, muss seine Vorsorge aktiv mitgestalten. Mehr zu den verschiedenen Massnahmen lesen Sie in der Tabelle unten oder im VZ-Merkblatt „So retten Sie Ihre Rente“. Oder reservieren Sie einen kostenlosen Termin im VZ in Ihrer Nähe unter 044 207 27 27.

Folgen der Reform, wenn Sie bei der Inkraftsetzung 35, 55 oder 70 Jahre alt sind
Basis: lediger Mann; Pensionierung mit 65; Lebenserwartung 84; Nettolohn 100'000 Franken pro Jahr; Pensionskassen-Guthaben 2018 100'000 Franken; der Arbeitgeber zahlt die Hälfte der AHV- und PK-Beiträge; mehrwertsteuerpflichtige Einkäufe im Wert von 30'000 Franken pro Jahr.

Quelle: VZ VermögensZentrum