Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 19. Mai 2017

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Weniger Geld: Banken kündigen die Hypothek

Mit der Pensionierung werden die Mittel knapper. Immer mehr Hausbesitzer erhalten dann den Bescheid, dass ihre Hypothek nicht mehr tragbar sei. Wer früh die richtigen Massnahmen trifft, schützt sich vor Überraschungen.

Viele angehende Pensionierte fühlen sich übervorteilt. Jahrelang haben sie ihre Hypothekarzinsen pünktlich bezahlt. Und jetzt, wo sie mehr Zeit für ihr Haus hätten, will die Bank die Hypothek nicht erneuern. Oder sie droht sogar, den Kredit zu kündigen, wenn die Rechnung für sie nicht mehr aufgeht.

Heute müssen Banken bei der Kreditvergabe strengere Regeln befolgen. Eine Hypothek gilt nur dann als tragbar, wenn die Zinsen und Nebenkosten höchstens ein Drittel des regelmässigen Einkommens ausmachen. Allerdings rechnen Banken nicht mit heutigen Zinsen, sondern mit 5 Prozent.

Eine Herausforderung ist das vor allem im Hinblick auf die Pensionierung. Denn die Renten aus AHV und Pensionskasse sind in der Regel deutlich tiefer als das bisherige Einkommen – und damit gilt die Hypothek schnell einmal als nicht mehr tragbar.

Ein Beispiel: Das Ehepaar Müller müsste ihre Hypothek aus Sicht der Bank um 438’000 Franken reduzieren, damit die Rechnung wieder aufgeht – andernfalls müssten sie das Haus verkaufen (siehe Tabelle). Dieses Problem nimmt laufend zu, weil die Pensionskassen ihren Umwandlungssatz immer weiter senken. Bei einem Umwandlungssatz von 5 Prozent müssten die Müllers sogar 518‘000 Franken zurückzahlen.

Hypothek nach der Pensionierung
Beispiel: Ehepaar mit Eigenheim, Verkehrswert 1,5 Mip., Hypothek 900'000; Pensionskassen-Guthaben 1,2 Mio.; alle Angaben in Franken

Quelle: VZ VermögensZentrum

Häufig sind aber nicht genügend Ersparnisse vorhanden, um die Hypothek substanziell zu reduzieren. Darum lohnt es sich, schon früh Lücken zu schliessen. Die folgenden Möglichkeiten kommen in Frage, um einen Zwangsverkauf abzuwenden:

1. Lücken schliessen

Klären Sie spätestens mit 55 ab, wie sich Ihr Vermögen und Ihr Einkommen nach der Pensionierung voraussichtlich entwickeln. Wenn sich eine Lücke abzeichnet, bleiben noch ein paar Jahre, um sie mit zusätzlichen Ersparnissen zu schliessen.

2. Verzehr anrechnen

Einzelne Banken anerkennen auch eine «selbst gemachte» Pensionskassenrente als Einkommen – also die Kombination aus Vermögensertrag und Vermögensverzehr. Das verbessert die Tragbarkeit. Allerdings muss ein langfristiger Finanzplan bestätigen, dass Ihr Vermögen mindestens so lange ausreicht, bis Sie die statistische Lebenserwartung erreicht haben.

3. Flexibel bleiben

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie die Hypothek mit Vorsorgegeldern amortisieren, die bei der Pensionierung zur Auszahlung kommen. Ab dann ist das Geld im Haus gebunden. Wenn zum Beispiel Renovationen nötig werden oder wenn Sie pflegebedürftig werden, droht ein finanzieller Engpass.

4. Geldmarkthypotheken wählen

Viele Pensionierte binden den Zins lange an. Setzen Sie darum besser auf Geldmarkthypotheken und steigen Sie im richtigen Moment auf eine Festhypothek um. So profitieren Sie von tieferen Zinsen.

5. Unterstützung in der Familie suchen

Wenn Sie erwerbstätige Kinder haben, könnten diese im Notfall als Solidarschuldner einspringen. Dann wird ihr Einkommen in die Tragbarkeitsrechnung miteinbezogen. Dieser Schuldeintritt ist nur möglich, wenn die Kinder über ein entsprechendes Einkommen verfügen.

6. Immo-Rente nutzen

Mit einer sogenannten Immo-Rente können Sie den unfreiwilligen Verkauf Ihres Eigenheims für 10 bis 15 Jahre aufschieben. Die Idee: Ist die Liegenschaft tief belehnt, wird die Hypothek erhöht. Mit einem Teil dieses Kredits zahlen Sie sofort die Zinsen für die nächsten 10 bis 15 Jahre, und mit dem Rest bessern Sie Ihre Rente auf.

Sie möchten wissen, ob Ihre Hypothek in Zukunft tragbar bleibt? Die VZ-Experten helfen Ihnen gern dabei. Melden Sie sich jetzt für den Tragbarkeits-Check an: Bestellen Sie den Fragebogen jetzt online unter www.vzch.com/tragbarkeit oder rufen Sie an unter 044 207 27 27.