Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 20. Januar 2017

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Rentenkürzungen: Das Heft selber in die Hand nehmen

2017 müssen viele Pensionskassen die Renten teils massiv kürzen. Umso wichtiger ist es, dass angehende Pensionierte das Heft selber in die Hand nehmen. Mit den folgenden Massnahmen federn sie Rentenkürzungen ab.

1 ŒLänger arbeiten

Schon heute bleiben viele über das AHV-Alter hinaus erwerbstätig. Wer seine Rente um 1 Jahr aufschiebt, erhält eine 5,2 Prozent höhere AHV-Rente als mit 65. Wer mit 70 in Pension geht, erhöht seine Rente sogar um 31,5 Prozent. In der Regel kann man auch die Rente der Pensionskasse und den Bezug von Guthaben in der Säule 3a um bis zu 5 Jahre aufschieben, wenn man länger erwerbstätig bleibt.

Länger arbeiten für mehr Rente
Wer seine AHV-Rente zwei Jahre über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus aufschiebt, erhält 10,8% mehr Rente.

2 Freiwillige PK-Einkäufe

Mit freiwilligen Einzahlungen in die Pensionskasse verbessert man die Vorsorge und spart Steuern. Die Steuerersparnis ist umso grösser, je höher das steuerbare Einkommen ist und je schneller das Geld wieder bezogen wird. Die höchste Rendite erzielt man mit einem Einkauf in den letzten Jahren vor der Pensionierung. Allerdings: Wer sich sein Altersguthaben auszahlen lassen möchte, muss sich spätestens drei Jahre vor der Pensionierung einkaufen.

3 ŽEine dritte Säule aufbauen

Viele Erwerbstätige nutzen das Sparpotenzial der Säule 3a immer noch zu wenig aus. Wer ab 40 jedes Jahr den Maximalbetrag in die Säule 3a einzahlt, spart bis 65 ein Vermögen von 217’000 Franken an. Wer ab 55 damit beginnt, kommt auf 74‘000 Franken. Diese Einzahlungen sind steuerlich zu 100 Prozent abzugsfähig.

Säule 3a: Früh einzahlen lohnt sich
Wer ab 30 in die Säule 3a einzahlt, kann bei einer Rendite von 2 Prozent p.a. bis zur ordentlichen Pensionierung 338’000 Franken ansparen.

4 Hohe Steuern vermeiden

Eine schrittweise Pensionierung hilft, Steuern zu sparen. Wer das Arbeitspensum mit 63 Jahren von 100 auf 70 Prozent reduziert, kann sich bei vielen Pensionskassen dann schon 30 Prozent seines Altersguthabens auszahlen lassen und den Rest beziehen, wenn er die Berufstätigkeit endgültig aufgibt. Mit der Aufteilung der Bezüge über mehrere Jahre lässt sich die Steuerprogression in der Regel brechen. Und wer über das ordentliche AHV-Alter hinaus erwerbstätig ist, darf auch weiter in die Säule 3a einzahlen.

5 Gebühren laufend vergleichen

Viele bezahlen unnötig hohe Prämien für ihre Versicherungen und immer happigere Bankgebühren für Konto, Depot und Anlageberatung. Hohe Prämien und Gebühren fressen das Angesparte auf. Deshalb ist es wichtig, die Finanzdienstleistungen laufend zu vergleichen – und zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

6‘ Vermögen effizient aufbauen

ETF eignen sich besonders, um mit regelmässigen Einzahlungen ein Vermögen anzusparen. Dank tiefen Gebühren sind ETF zudem eine günstige Alternative zu den oft teuren Fondssparplänen.