Tipps zu Hypotheken

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Newsletter vom 07. Juli 2017

Lesen Sie Aktuelles und Wissenswertes rund um Hypotheken, Zins- und Marktentwicklungen. Mit Tipps zu Ihrer persönlichen Hypothekarstrategie.

Die Themen dieser Ausgabe:

Hypotheken: Richtig finanzieren und viel Geld sparen

Fest- und Geldmarkt-Hypotheken kosten weiterhin rund 1 Prozent. Die Hypothekarzinsen bleiben auf dem mittlerweile gewohnt ultratiefen Niveau. Bis auf weiteres dürfte es dabei bleiben, denn vieles spricht für gleichbleibende oder sogar noch tiefere Zinsen. Deshalb empfiehlt das VZ, noch nicht auf Festhypotheken zu setzen, sondern weiterhin von Geldmarkt-Hypotheken zu profitieren.

Je länger die Niedrigzinsphase anhält, desto genauer beobachten Hypothekarnehmer jede noch so kleine Veränderung. Denn wenn die Zeit der ultra-tiefen Zinsen irgendwann zu Ende geht, sollte man den richtigen Moment erwischen, um die Zinsen fest anzubinden.

Zurzeit können Hypothekarnehmer gelassen bleiben, denn in der Schweiz bewegen sich die Zinsen kaum: In den letzten drei Monaten verharren die Zinsen für 5-jährige Festhypotheken zwischen 1,0 und 1,3 Prozent, und mit 1,4 bis 1,6 Prozent sind 10-jährige Laufzeiten kaum teurer. Eine Geldmarkt- Hypothek (LIBOR) kostet weiterhin durchschnittlich 1,0 Prozent.

Die Entwicklung von Fest- und Geldmarkt-Hypotheken

Quelle: VZ Hypoindex

Hypothekarzinsen dürften weiter tief bleiben

Das ist genauso viel beziehungsweise wenig wie vor einem Jahr. Mit einem Unterschied: Für Laufzeiten ab sieben Jahren sind die Interbanksätze um bis zu 0,6 Prozentpunkte gestiegen. Das gilt zum Beispiel für 10-jährige Laufzeiten, die im Juli 2016 bis auf -0,44 Prozent gesunken waren. Nach dem Anstieg um 0,6 Prozentpunkte sind sie zurück auf dem Niveau von 2015. Das bedeutet, dass die Märkte auch längerfristig mit konstant tiefen Zinsen in der Schweiz rechnen.

Ein plötzlicher Zinsanstieg ist kaum möglich

Als Hypothekarnehmer spürte man von diesen Bewegungen wenig. Die Schweizerische Nationalbank SNB hält nämlich an den negativen Leitzinsen von minus 0,75 Prozent fest, während die Banken ihre Hypotheken weiterhin mit mindestens 0 Prozent plus Kreditmarge berechnen. Das bedeutet, dass Festhypotheken bis zu 0,75 Prozentpunkte zu teuer sind, weil die negativen Zinsen nicht an die Hypothekarnehmer weitergegeben werden. Darum werden die Hypothekarzinsen erst steigen, wenn der reale Zins von minus 0,75 auf 0 Prozent gestiegen ist. Dieser Zinspuffer schützt Hypothekarnehmer mit Geldmarkt-Hypotheken vor einen plötzlichen starken Zinsanstieg.

Die grosse Frage ist also, ob die SNB ihre Leitzinsen in absehbarer Zeit anheben wird. Das ist unwahrscheinlich, denn vieles spricht für gleichbleibende oder sogar noch tiefere Zinsen. Ein Blick auf die USA und die Eurozone zeigt, warum.

In der Schweiz ist keine Leitzinserhöhung in Sicht

In den USA erreichte die Inflation im Februar 2,7 Prozent. Das ist der stärkste Anstieg seit 2012. Um zu verhindern, dass sich die Wirtschaft überhitzt, hat die US-Notenbank ihre Leitzinsen im Juni zum zweiten Mal in Folge angehoben. Das Zinsband, das sieben Jahre lang bei 0 bis 0,25 Prozent lag, ist damit auf 1,0 bis 1,25 Prozent gestiegen. Im laufenden Jahr ist eine weitere Anhebung geplant. Das dürfte die Zinsen in der Schweiz aber kaum beeinflussen, weil Schweizer Unternehmen deutlich mehr in die Eurozone exportieren als in die USA.

In der Eurozone sieht es ganz anders aus: Die Europäische Zentralbank EZB hat im März entschieden, ihre Leitzinsen bei null Prozent zu belassen. Damit bleibt der Druck auf den Franken sehr hoch. Hinzu kommt, dass sich die kurzfristigen Zinssätze in Franken und Euro weiter annähern und die abschreckende Wirkung von Negativzinsen auf Einlagen in Franken abnimmt. Darum gehen einige Experten davon aus, dass die SNB ihren Leitzins sogar noch weiter ins Minus drücken könnte.

Hypothekarnehmer mit Geldmarkt-Hypotheken sind in dieser Situation gut aufgestellt: Sie sparen schon seit Jahren je nach Höhe der Hypothek mehrere tausend Franken Zinsen und brauchen keine Angst zu haben, dass ihre Zinskosten über Nacht sprunghaft steigen. Im Gegenteil: Es ist viel wahrscheinlicher, dass sich der Zinssatz kaum verändert oder sogar sinkt, weil die Banken in den kommenden Jahren doch noch einen Teil der negativen Zinsen an die Hypothekarnehmer weitergeben könnten.

Es ist zu früh, um die Zinsen fest anzubinden

Die Zinsen für Festhypotheken mit Laufzeiten von zwei bis fünf Jahren haben sich denen von Geldmarkt-Hypotheken angenähert. Darum überlegen viele Hausbesitzer, ob sie jetzt in eine kurzfristige Festhypothek wechseln sollen. Nach dem Motto: „Was man hat, das hat man.“ Wer so denkt, handelt sich vor allem Nachteile ein.

Grundsätzlich gilt: Wer den Zins anbindet, geht Risiken ein. Eine berufliche Veränderung, eine schwere Krankheit oder eine Scheidung können dazu führen, dass man sein Eigenheim verkaufen und die Festhypothek vorzeitig auflösen muss. In so einem Fall wird eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung fällig, die schnell einmal mehrere zehntausend Franken kostet.

Wer heute in eine vierjährige Festhypothek wechselt, ist für mindestens drei Jahre daran gebunden. Sollten die Zinsen in dieser Zeit steigen, ist ein Wechsel in eine längerfristige Festhypothek nicht möglich. Mit einer Geldmarkt-Hypothek hingegen kann man kurzfristig in eine Festhypothek wechseln.

Zudem besteht auch die Möglichkeit, dass die Zinsen fallen. Wenn der Druck auf den Franken erneut zunimmt, könnte die SNB ihre Leitzinsen noch weiter ins Minus drücken. Dann könnte sogar der kalkulatorische Mindestzins von 0 Prozent fallen, und Geldmarkt-Hypotheken würden noch günstiger.

Unter dem Strich sind Festhypotheken mit Laufzeiten bis zu 7 Jahren zu teuer, weil die Banken die negativen Zinsen nicht weitergeben. Zwar ist der Zinsunterschied zwischen Fest- und Geldmarkt-Hypotheken heute gering. Trotzdem kostet eine Geldmarkt-Hypothek im Schnitt immer noch 0,5 Prozentpunkte weniger als eine langfristige Festhypothek. Bei einem Betrag von 500’000 Franken spart ein Hausbesitzer gegenüber einer 10-jährigen Festhypothek über die gesamte Laufzeit also 25’000 Franken.

Eine Kombination beider Modelle kann die Risiken senken

Darum sind Geldmarkt-Hypotheken weiterhin attraktiver als Festhypotheken. Einzig Risikoüberlegungen sprechen dafür, einen kleinen Teil des gesamten Betrags als langjährige Festhypothek aufzunehmen, und zwar für mindestens sieben Jahre. Wer die Zinsentwicklung im Auge behält und im richtigen Moment von Geldmarkt- zu Festhypotheken wechselt, kann so in den kommenden Jahren viel Geld sparen.

Das Hypotheken-Überwachungssystem des VZ

VZ-Kunden müssen sich nicht selbst darum kümmern, rechtzeitig aus ihren Geldmarkt-Hypotheken auszusteigen. Sie nutzen seit vielen Jahren kostenlos das Hypotheken-Überwachungs-System (HÜS). Es überwacht die Zinsentwicklung für sie und informiert sie automatisch, sobald der Zeitpunkt für den Wechsel gekommen ist. So funktioniert das HÜS:

  1. Sie entscheiden sich für eine Laufzeit (z.B. 10 Jahre) und einen Zinssatz, den Sie während dieser Zeit im Durchschnitt höchstens bezahlen möchten (i.d.R. 0,5 Prozentpunkte über dem aktuellen Satz für eine Festhypothek mit der gleichen Laufzeit, zum Beispiel 2,1 statt 1,6 Prozent).
  2. Dann nehmen Sie die gewünschte Summe als Geldmarkt-Hypothek für rund 1 Prozent oder noch weniger auf.
  3. Das Hypotheken-Überwachungs-System ermittelt täglich, wie viel Sie für Ihre Hypothek seit Beginn bezahlt haben und wie viel Sie bezahlen würden, wenn Sie in eine Festhypothek wechseln würden.
  4. Wenn der Durchschnittszins (in diesem Beispiel 2,1 Prozent) überschritten wird, ist für Sie der Zeitpunkt gekommen, in eine Festhypothek umzuschichten. Sie werden automatisch per E-Mail informiert.

Möchten Sie erfahren, wie Sie das Hypotheken-Überwachungssystem des VZ für sich nutzen oder welche Lösung in Ihrer Situation am besten ist? Dann bestellen Sie jetzt das Infoblatt “VZ Hypozins-Alarm: die intelligente Zinsabsicherung“. Oder sprechen Sie mit einem Berater: Vereinbaren Sie einen Termin für ein kostenloses Gespräch im VZ in Ihrer Nähe.

Weitere Informationen

Im Merkblatt „Hypothekarzinsen sparen“ erfahren Sie, wie Sie Ihre Zinsen selbst im Niedrigzinsumfeld noch optimieren können. Der Hypozins-Vergleich des VZ zeigt Ihnen die aktuellen Zinssätze von 40 grossen Schweizer Anbietern

Tragbarkeits-Check: Klären Sie jetzt, ob Ihre Hypothek nach der Pensionierung tragbar bleibt

Nach der Pensionierung nimmt das Einkommen meistens ab, und aus Sicht der Bank ist die Hypothek dann nicht mehr tragbar. Das kann dazu führen, dass Banken Hypotheken kündigen. Viele Hypothekarnehmer gehen darum auf Nummer sicher und machen beim VZ einen kostenlosen Tragbarkeits-Check.

Immer mehr ältere Eigenheimbesitzer kontaktieren das VZ, weil sie um ihr Haus fürchten. Jahrelang haben sie pünktlich die Zinsen bezahlt. Und ausgerechnet vor der Pensionierung erhalten sie von ihrer Bank einen Brief mit der Aufforderung, ihre Hypothek substanziell zu amortisieren oder ganz zurückzahlen.

Neu müssen die Banken nämlich sicherstellen, dass die Hypothek auch nach der Pensionierung tragbar ist. Eine Hypothek gilt als tragbar, wenn die Gesamtkosten höchstens 33 Prozent des regelmässigen Einkommens ausmachen. Obwohl die Zinsen rekordtief sind, kalkulieren die Banken mit einem Zins von 5 Prozent. Dazu kommt 1 Prozent des Verkehrswertes zur Deckung der Nebenkosten, plus allfällige Amortisationen. Denn die Rechnung soll auch dann noch aufgehen, wenn die Zinsen deutlich steigen.

Vor allem bei der Pensionierung wird das zum Problem, denn oft sind die Renten aus AHV und Pensionskasse deutlich tiefer als das Erwerbseinkommen. Viele Pensionierte können die Tragbarkeitsanforderung ihrer Bank nicht mehr erfüllen.

Die grosse Frage: Bleibt meine Hypothek tragbar?

Die Unsicherheit ist gross. Viele Hypothekarnehmer trauen sich aber nicht, bei ihrer Bank nachzufragen, wie es um ihre Tragbarkeit steht – denn sie möchten dort nicht auf dem Radar auftauchen.

In den letzten Wochen haben darum viele Hauseigentümer den Tragbarkeits-Check beim VZ gemacht. Das Beispiel eines Ehepaares zeigt, welche Massnahmen helfen, dass die Hypothek auch im Rentenalter tragbar bleibt (siehe Grafik).

So bleibt das Eigenheim nach der Pensionierung tragbar
Basis: Ehepaar, Liegenschaftswert 800‘000 Franken, Hypothek 500‘000 Franken; alle Angaben in Franken

Herr und Frau Meier verdienen zusammen 185‘000 Franken. Nach der Pensionierung sinken ihre Einkünfte auf 88‘000 Franken, und das Verhältnis zwischen ihren Einnahmen und Ausgaben verschlechtert sich von 18 auf 38 Prozent. Aus Sicht der Bank ist die Tragbarkeit damit nicht mehr gegeben.

Massnahmen: Hypothek reduzieren, PK-Rente erhöhen

Die Bank wird verlangen, dass Meiers einen grossen Teil ihrer Hypothekarschuld zurückzahlen. Wenn sie nicht genug liquide Mittel haben, um den Kredit zu reduzieren, kann die Bank die Hypothek kündigen. Im schlimmsten Fall droht sogar ein Zwangsverkauf.

So weit wollen es Meiers nicht kommen lassen. Sie setzen die Massnahmen um, die die VZ-Experten im Tragbarkeits-Check empfehlen. Ab sofort zahlen beide den steuerlich abzugsfähigen Maximalbetrag in die Säule 3a ein und können so innerhalb von acht Jahren rund 110‘000 Franken ansparen. Dieses Geld nutzen sie dann, um ihre Schulden zu tilgen.

Gleichzeitig zahlen sie jedes Jahr freiwillig 10‘000 Franken in die Pensionskasse ein. Mit diesen PK-Einkäufen bessern sie ihre Rente nach der Pensionierung auf. Dank dieser Massnahmen erhöhen Meiers das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben nach der Pensionierung auf 30 Prozent. Diese Rechnung geht für die Bank auf.

Der neue Tragbarkeits-Check: Das VZ überprüft Ihre Situation kostenlos

Sie möchten sicher sein, dass Ihre Hypothek auch dann noch tragbar ist, wenn ein Ehepartner aus dem Erwerbsleben ausscheidet oder seine Arbeitsstelle verliert? Als Eigenheimbesitzer ist es wichtig zu wissen, ob die Rechnung für Ihre Bank dann noch aufgeht.

Gehen Sie auf Nummer sicher und lassen Sie die Tragbarkeit kostenlos vom VZ prüfen. Die VZ-Experten erstellen eine persönliche Auswertung für Sie:

  • Sie erfahren, ob Ihre Immobilie nach bankenüblichen Standards tragbar bleibt.
  • Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten auf, wie Sie Ihre finanzielle Situation so verbessern, dass Ihr Eigenheim tragbar bleibt.

Machen Sie jetzt Ihren Tragbarkeits-Check: Laden Sie hier den Fragebogen jetzt online herunter oder rufen Sie an 044 207 27 27. Die VZ-Experten beraten Sie gerne: Vereinbaren Sie jetzt einen kostenlosen Termin mit einem Berater. 

Weitere Informationen

Das Merkblatt “Immobilien im Alter“ zeigt auf, worauf Sie als Hausbesitzer nach der Pensionierung besonders achten sollten. Im Merkblatt zur Immobilien-Rente erfahren Sie, wie Sie im Haus wohnen bleiben können und noch eine Zusatzrente erhalten:

Tipps zur Haushalt-Versicherung: So sparen Sie 15 Prozent

Jedes Jahr beauftragen mehrere hundert Versicherte das VZ mit einer unabhängigen Analyse ihrer Policen. Die VZ-Experten stellen dabei immer wieder fest, dass ein Grossteil von ihnen zu viel bezahlt und überversichert ist.

Es lohnt sich deshalb, seine Haushalt- und Autopolicen rechtzeitig anzupassen, die meisten Verträge können auf Ende Jahr gekündigt werden. Die Experten vom VZ unterstützen Sie gerne dabei. Sie zeigen Ihnen auf, wie sich Ihr Versicherungsschutz an Ihre heutigen Bedürfnisse anpassen lässt – und wie Sie viel Geld sparen können (siehe auch „Spezialangebot“ weiter unten).

Wer optimal versichert sein möchte, sollte die folgenden Tipps beachten:

Vergleichen lohnt sich: Wenn Sie bei einem günstigeren Anbieter bessere Deckungen beziehen, sparen Sie jedes Jahr bares Geld. Ein Vergleich zeigt: Beim VZ bezahlt eine Familie jedes Jahr 19 Prozent oder fast 1000 Franken weniger für ihre Haushalt- und Autoversicherungen (siehe Tabelle). 

Haushalt- und Autoversicherungen: Die Prämienunterschiede sind enorm
Beispiel: Familie mit Einfamilienhaus in 8122 Binz; Gebäude: Versicherungssumme 650'000, Autos: Mercedes C250 und VW Golf 1.4 beide inkl. Vollkasko, Haushalt: Deckung 160'000 CHF inkl. 10 Mio. CHF Privathaftpflicht; Jahresprämien inkl. Abgaben; Angaben in CHF

Überversicherung vermeiden: Grundsätzlich sollten Sie nur grosse, existenzbedrohende Risiken versichern. Bei Bagatell-Risiken können Sie sich die Prämie in vielen Fällen sparen.

Flexibel bleiben: Schliessen Sie nur Einjahresverträge ab, die sich jeweils um ein Jahr verlängern lassen. So können Sie besser auf günstigere Angebote reagieren.

Zeitwert-Zusatz prüfen: Prüfen Sie eine Zusatz-Deckung für Diebstahl oder Totalschaden, wenn Sie ein neues Auto kaufen. Ein guter Zeitwert-Zusatz garantiert Ihnen eine Entschädigung zum vollen Neuwert oder eine, die höher ist als der Zeitwert.

Summe anpassen: Passen Sie die Versicherungssumme Ihrer Hausratversicherung an, wenn Sie grössere Investitionen tätigen. Sonst kann es im Schadenfall zu schmerzlichen Kürzungen bei den Leistungen kommen.

Gebäudewasser-Versicherung prüfen: Bricht eine Rohrleitung oder läuft Wasser aus der Waschmaschine, zahlt die normale Feuer-Gebäudeversicherung nichts. Für solche Schäden ist eine separate Gebäudewasser-Versicherung nötig. Sie deckt auch Folgenschäden von kaputten Leitungen und zahlt, wenn Regen oder Schmelzwasser durch das Dach eindringen und die Bausubstanz beschädigen.

Spezialangebot

Haushalt- und Autoversicherungen: So sparen Sie garantiert 15 Prozent

Sie möchten gut und günstig versichert sein? Wechseln Sie jetzt Ihre Haushalt- und Auto-Versicherungen zum VZ und bezahlen Sie garantiert 15 Prozent weniger Prämien im Jahr – bei möglichst gleichwertigen oder besseren Leistungen. Das VZ prüft Ihre Policen und übernimmt den Transfer des Vertrags, sofern Sie die Annahmerichtlinien des VZ VersicherungsPool erfüllen.

Füllen Sie hier das Formular aus. Oder rufen Sie an unter 044 207 27 27.

Kauf und Verkauf von Liegenschaften: Welche Kosten kommen auf Sie zu?

Beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie fallen Steuern und Gebühren an. Informieren Sie sich frühzeitig über die Höhe der Beträge, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Käufer und Verkäufer von Grundstücken und Liegenschaften müssen diverse Steuern und Gebühren zahlen: an den Fiskus, an den Notar und an das Grundbuchamt. Besonders ins Geld geht die Grundstückgewinnsteuer, vor allem dann, wenn der Verkäufer eine Liegenschaft erst vor kurzem gekauft hat.

Handänderungssteuer: 1 bis 3 Prozent des Kaufpreises

Wechselt eine Liegenschaft oder ein Grundstück den Eigentümer, wird in den meisten Kantonen eine Handänderungssteuer fällig. Sie beträgt in der Regel 1 bis 3 Prozent des Kaufpreises. In jedem Kanton gelten aber unterschiedliche Ansätze. In den Kantonen Zürich und Schwyz wurde die Steuer abgeschafft. In Bern und Basel hängen die Steuererhebung und der Umfang davon ab, ob die Immobilie selbst genutzt oder vermietet wird.

Gebühren für Notariat und Grundbucheintrag

Der Notar setzt den Kaufvertrag auf und beurkundet ihn. Zudem ist er für die Errichtung und Beurkundung von Schuldbriefen zuständig. Üblicherweise hängt sein Honorar vom Kaufpreis beziehungsweise von der Höhe des Schuldbriefes ab. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer.

Damit die Übertragung einer Liegenschaft rechtskräftig ist, braucht es zusätzlich einen Eintrag ins Grundbuch, der ebenfalls Kosten verursacht. Grundbuchgebühren sind von der Mehrwertsteuer befreit.

Grundstückgewinnsteuer: Abhängig vom Gewinn und Besitzdauer

Wird eine Liegenschaft verkauft, fällt in der Regel ein Gewinn an. Der Verkäufer muss den Reingewinn versteuern, also die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und seinen Anlagekosten. Zu den Anlagekosten gehören zum Beispiel wertvermehrende Investitionen oder Ausgaben für Verkaufsinserate oder Handänderung.

Die Höhe der Grundstückgewinnsteuer hängt stark davon ab, wie lange die Liegenschaft dem Verkäufer gehörte. Dabei gilt: Je weiter der Kauf zurückliegt, desto geringer ist die Steuerbelastung (siehe Grafik).

Grundstücksgewinnsteuer: Je länger die Besitzdauer, desto geringer ist die Steuerbelastung
Grundstücksgewinnsteuern bei einem Grundstücksgewinn von 100‘000 Franken und einer Besitzdauer von 5 und 20 Jahren.

In einigen Kantonen haften die Käufer solidarisch mit dem Verkäufer. Das bedeutet, dass die Steuerämter das Geld beim Käufer einfordern, wenn der Verkäufer die Grundstückgewinnsteuer nicht bezahlt oder bestreitet.

Darum sollten sich Käufer vor dem Kauf bestätigen lassen, dass ein Teil des Kaufpreises zur Bezahlung der Grundstückgewinnsteuer beim Notar oder auf einem Sperrkonto hinterlegt oder vorgängig an die Steuerbehörde überwiesen wird.

Elf Kantone wenden einen proportionalen Tarif an, um die Grundstückgewinnsteuer zu berechnen. Das bedeutet, dass der Grundstücksgewinn in jedem dieser Kantone mit einem einheitlichen Steuersatz besteuert wird, unabhängig von der Höhe des Gewinns. Das ist der Fall in den Kantonen Aargau, Appenzell-Ausserrhoden, Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Nidwalden, Obwalden, Tessin, Thurgau, Uri und Waadt.

Alle anderen Kantone wenden einen progressiven Tarif an. Das bedeutet, dass der Grundstücksgewinn zu unterschiedlichen, stufenweise steigenden Steuersätzen besteuert wird. Ein Beispiel: Im Kanton Zürich werden die ersten 4‘000 Franken des Grundstücksgewinns zu 10 Prozent versteuert, die nächsten 6‘000 Franken zu 15 Prozent und so weiter. Auf Gewinnanteile über 100‘000 Franken wird der Spitzensteuersatz von 40 Prozent erhoben.

Zudem berechnen alle Kantone (mit Ausnahme von Solothurn) Zuschläge für kurzfristig erzielte Grundstücksgewinne. Damit sollen Spekulanten stärker besteuert werden, die Immobilien nur fünf Jahre oder kürzer halten. Ein Beispiel: Im Kanton Zürich wird bei einer Haltedauer von unter einem Jahr ein Zuschlag von 50 Prozent erhoben, bei weniger als zwei Jahren beträgt der Zuschlag 25 Prozent.

Auf der anderen Seite belohnen die Steuerbehörden aller Kantone eine lange Besitzdauer. Je länger man eine Liegenschaft besitzt, desto stärker wird die Grundstücksgewinnsteuer ermässigt (siehe Grafik). Ein Beispiel: Im Kanton Zürich wird die Steuer bei einer Haltedauer von 10 Jahren um 20 Prozent reduziert, bei einer Haltedauer von 20 Jahren oder länger um 50 Prozent.

Haben Sie Fragen?

Sie wollen eine Liegenschaft kaufen oder verkaufen und haben Fragen zu Steuern und Gebühren? Die VZ-Experten beraten und unterstützen Sie bei jedem Schritt bis zum Ziel.

Sprechen Sie direkt mit einem unserer Experten unter 044 207 27 27 oder vereinbaren Sie jetzt einen kostenlosen Termin mit einem Berater. 

Weitere Informationen

Aus unseren Merkblättern zum Verkauf und Kauf von Immobilien erfahren Sie alles Wichtige zum Thema. Die Neuauflage des VZ-Ratgebers „Steuern“ enthält aktuelle Spartipps, Tabellen und Übersichten über die kantonalen Steuerabzüge und Steuertarife: