Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 18. November 2016

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Testament: Darauf sollten Sie achten

Auch ein gut gemeintes Testament führt manchmal zu Streit unter den Erben, wenn es nicht klar genug formuliert ist. Wer erhält wie viel Geld, wer das Haus? Diese Fehler sollten Sie bei Ihrem Nachlass vermeiden.

Ein Testament muss alle Formvorschriften erfüllen, sonst ist es unter Umständen ungültig. Oder es kann von benachteiligten Erben vor Gericht angefochten werden. Die folgenden Irrtümer sind besonders verbreitet. Wer diese Punkte berücksichtigt, kann unnötige Streitigkeiten vermeiden.

Irrtum 1: Gemeinsames Testament

Gemeinsame Testamente sind in der Schweiz ungültig. Ehepartner müssen je ein eigenes Testament aufsetzen. Es muss von Anfang bis Ende von Hand geschrieben, datiert und unterschrieben sein. Ist ein Teil auf dem Computer oder von jemand anderem geschrieben, kann mindestens dieser Teil für ungültig erklärt werden.

Irrtum 2: Der Partner erbt sofort alles

Viele glauben, dass ihre Kinder erst dann erben, wenn beide Eltern gestorben sind. Tatsächlich erben ohne Testament der überlebende Partner und die Kinder je die Hälfte des Nachlassvermögens. Daher sollten gerade Ehepaare, die ein gemeinsames Haus haben, sich gegenseitig absichern. Sonst muss der Überlebende schlimmstenfalls das Haus verkaufen, um die Kinder auszuzahlen.

Irrtum 3: Wiederheirat ist problemlos

Viele Ehepaare begünstigen den hinterbliebenen Partner so weit als möglich. Vergessen Sie aber nicht, auch den Fall zu regeln, dass der überlebende Ehepartner erneut heiratet. Eine Wiederverheiratung schmälert das Erbe der Kinder erheblich, weil der neue Ehepartner ebenfalls erbberechtigt ist. 

Testament – lassen Sie es von einer Fachperson prüfen

Irrtum 4: Alles selber bestimmen

Im Testament können Sie zwar anordnen, dass neben den gesetzlichen Erben auch andere Personen etwas erhalten sollen. Auch dürfen Sie einem der gesetzlichen Erben eine höhere oder niedrigere Quote zuweisen. Allerdings: Die Pflichtteile sind verbindlich. Pflichtteilsgeschützte Erben können ihre Pflichtteile geltend machen, auch wenn im Testament etwas anderes steht.

Irrtum 5: Kein Streit durch Schenkungen

Viele Eltern möchten ihren Kindern schon früh etwas schenken. Nach ihrem Tod müssen solche Erbvorbezüge unter Umständen wieder ausgeglichen werden, denn Zuwendungen zu Lebzeiten werden bei der Berechnung der Erbansprüche berücksichtigt. Deshalb ist es sinnvoll, jeden Erbvorbezug schriftlich festzuhalten und festzulegen, ob er ausgeglichen werden muss oder nicht.

Lassen Sie Ihr Testament am besten von einer Fachperson prüfen und hinterlegen Sie es bei einer zuverlässigen Stelle, damit es im Todesfall gefunden und eröffnet werden kann. Unser kostenloses Merkblatt zeigt auf, worauf Sie achten sollten. Oder reservieren Sie jetzt ein kostenloses und unverbindliches Gespräch im VZ in Ihrer Nähe.