Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 07. Oktober 2016

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Frühpension als Mittel gegen drohende Rentenkürzung?

Für die Politik ist klar: Das AHV-Alter muss erhöht und die Umwandlungssätze sollen weiter gesenkt werden. Arbeitnehmende müssen zusehen, wie ihre Ansprüche wegschmelzen: Die voraussichtliche Rente, die im Pensionskassenausweis steht, wird von Jahr zu Jahr kleiner. Lesen Sie, was Sie tun können, damit Ihnen trotzdem mehr Geld bleibt.

1. Freiwillige Einzahlungen in die Pensionskasse gehören zu den wirkungsvollsten Massnahmen, um die Vorsorge zu verbessern und die Steuerbelastung zu senken. Der maximale Einkaufsbetrag ist in der Regel im jährlichen Vorsorgeausweis aufgeführt. Wer den Betrag gestaffelt einzahlt statt alles auf einmal, spart in Summe meistens mehr Steuern.

2. Viel früher sollte man mit der Einzahlung in die Säule 3a beginnen. Angestellte können dieses Jahr bis zu 6768 Franken in die Säule 3a einzahlen und vom steuerbaren Einkommen abziehen. Wer ab 55 in die Säule 3a einzahlt, spart bis zur ordentlichen Pensionierung 74‘000 Franken an – je früher man einzahlt, desto besser (siehe Tabelle).

Säule 3a: Früh einzahlen lohnt sich

Wer bereits mit 30 in die Säule 3a einzahlt, spart bis zur ordentlichen Pensionierung 338’000 Fr. an (bei einer jährlichen Rendite von 2%); alle Angaben in Franken

30-Jähriger   338'000
40-Jähriger   217'000
50-Jähriger   117'000
55-Jähriger   74'000

 

3. Wer sein Altersguthaben bei der Pensionierung auszahlen lässt, ist von der geplanten Senkung des Umwandlungssatzes nicht betroffen. Die Vor- und Nachteile eines Kapitalbezugs sollte man aber sorgfältig abwägen. Viel Geld spart, wer sein Guthaben über mehrere Jahre gestaffelt bezieht (siehe Tabelle).

Wer seine Vorsorgeguthaben gestaffelt bezieht, kann viel Steuern sparen
Beispiel: Ehepaar in Zürich, Steuerbeträge ohne Kirchensteuer; alle Angaben in Franken

4. Oft bleibt nicht genug Zeit, um sein Vermögen ausreichend aufzustocken. Viele überlegen sich daher, vorzeitig aufzuhören. Sie hoffen, dass sie der Senkung des Umwandlungssatzes entgehen und so zumindest teilweise noch vom höheren Umwandlungssatz profitieren können. Bei den meisten Vorsorgestiftungen kann man sich frühestens mit 58 oder 60 pensionieren lassen. Trotz Rentenkürzungen: Eine Frühpensionierung ist teuer. Das Salär eines ganzen Jahres oder mehrere Jahre fällt weg. Auch verzichtet man auf die Sparbeiträge und Zinserträge, weil man weniger lang in die Pensionskasse einzahlt.

5. Um wenigstens zum Teil noch vom höheren Umwandlungssatz zu profitieren, bietet sich eine Teilpensionierung an. Wer zum Beispiel mit 60 Jahren sein Arbeitspensum von 100 auf 70 Prozent reduziert, kann in der Regel 30 Prozent der Altersleistung als Rente oder Kapital beziehen und die restlichen 70 Prozent bei der ordentlichen Pensionierung. Allerdings steht auch in diesem Fall weniger Kapital zur Verfügung.

6. Angehende Pensionierte sollten rechtzeitig ihr Sparpotenzial bei den Bankgebühren, Versicherungen und Hypothekarzinsen nutzen. Eine VZ-Analyse zeigt, dass eine Familie so jeden Monat bis zu 1000 Franken für ihren Haushalt einsparen könnte.

7. Wer seine Hypothek zurückzahlen möchte, sollte bedenken, dass das Geld dann im Eigenheim gebunden ist. Es lohnt sich, genügend flüssige Mittel zurückzubehalten. Denn gerät man nach der Pensionierung in einen finanziellen Engpass, kann man seine Hypothek unter Umständen nicht mehr aufstocken.

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