Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 12. August 2016

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Ein Testament genügt nicht, um Ihren Partner abzusichern

Lebenspartner, die sich gegenseitig das Geld vererben möchten, das sie in ihrer Pensionskasse angespart haben, müssen das beantragen – sonst geht der überlebende Partner leer aus.

Viele Paare leben heute ohne Trauschein zusammen. Angesichts einer Scheidungsquote von knapp 50 Prozent erstaunt es nicht, dass viele auf eine Heirat verzichten. Im Todesfall sind Konkubinatspaare aber viel schlechter abgesichert als Ehepaare.

Damit der überlebende Partner eine Rente bekommt, müssen Unverheiratete ihre Pensionskasse über die Lebensgemeinschaft informieren und klar bekunden, was mit ihrem Guthaben geschehen soll. Ein Testament, in dem der Partner als Alleinerbe eingesetzt wird, genügt dafür nicht.

Das bestätigt ein neuer Entscheid des Bundesgerichts. Im Mai hat das Bundesgericht die Beschwerde einer Frau abgewiesen, deren Partner im April 2014 gestorben ist. Bis zu seinem Tod hatten die beiden sieben Jahre lang zusammengelebt. Obwohl das Reglement der Pensionskasse eine Rente für Lebenspartner oder die Auszahlung des Todesfallkapitals an den überlebenden Konkubinatspartner vorsieht, weigerte sich die Pensionskasse, der Frau das Guthaben von 61’000 Franken auszuzahlen. Als Grund gab sie an, dass sie nicht über die Lebensgemeinschaft informiert war.

Neben hohen Hürden für den Erhalt von Todesfall-Leistungen sind unverheiratete Paare auch steuerlich benachteiligt. Ein Beispiel: Ein Mann, der im Kanton Zürich wohnt, hinterlässt seiner Lebenspartnerin 500’000 Franken. Auf diesen Betrag muss sie 122’400 Franken Steuern zahlen. Wenn die beiden weniger als fünf Jahre lang zusammengelebt haben, sind es sogar 140’400 Franken, weil die Steuerbehörde dann den Tarif für Nichtverwandte anwendet (siehe Tabelle).

Erbschaftssteuern in ausgewählten Kantonen
Beispiel: Erbschaft von 500'000 Franken. Je nach Kanton gelten unterschiedliche Freibeträge und Steuersätze. Steuerbeträge für das Kalenderjahr 2016; alle Angaben in Franken

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