Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 3. Juni 2016

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Im Konkubinat richtig vorsorgen

Für unverheiratete Paare sind die Vorsorgeleistungen oft ungenügend. Wer keine Vorkehrungen für den Todesfall trifft, bringt seinen hinterbliebenen Partner oft in finanzielle Bedrängnis.

Das schweizerische Vorsorgesystem ist auf traditionelle Familienverhältnisse ausgerichtet. Demnach ist die Absicherung von Ehepartnern bei der AHV, Pensionskasse und der Säule 3a durch das Gesetz geregelt – auch im Todesfall. Stirbt hingegen ein Konkubinatspartner, geht sein Lebensgefährte leer aus, sofern nicht frühzeitig bestimmte Massnahmen ergriffen wurden.

Während die AHV für unverheiratete Paare keine Hinterbliebenenrente vorsieht, zahlen viele Pensionskassen eine Rente oder ein einmaliges Kapital aus. Allerdings müssen eine oder mehrere Bedingungen erfüllt sein:

  • Die Lebenspartnerschaft dauert zum Zeitpunkt des Todes mindestens fünf Jahre.
  • Der hinterbliebene Partner wurde vom Verstorbenen finanziell erheblich unterstützt.
  • Der hinterbliebene Partner muss für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen.

Zudem verlangen verschiedene Kassen, dass die versicherte Person zu Lebzeiten eine schriftliche Begünstigungserklärung zu Gunsten des Lebenspartners eingereicht hat, oder dass der überlebende Partner seinen Leistungsanspruch innert einer gewisser Frist seit dem Tod des Versicherten anmeldet.

Es empfiehlt sich deshalb, das Reglement der jeweiligen Pensionskasse genau zu lesen und den Lebenspartner als Begünstigten anzumelden. Das lohnt sich auch, wenn noch keine der Bedingungen für eine Partnerrente erfüllt ist. Die Pensionskasse prüft dann im Todesfall, ob der überlebende Partner Anspruch auf Hinterbliebenenleistungen hat. Wer es aber versäumt, seinen Partner bei der Pensionskasse zu melden, riskiert, dass er leer ausgeht. Das kann auch der Fall sein, wenn man sich in einem Testament gegenseitig begünstigt hat, wie ein neuer Bundesgerichtsentscheid zeigt.

Guthaben aus der Säule 3a können ebenfalls vererbt werden. Voraussetzung ist unter anderem auch hier, dass die Lebensgemeinschaft seit mindestens fünf Jahren besteht. Sind weder ein Ehepartner noch Kinder vorhanden, kann man seinen Lebenspartner oft auch dann begünstigen, wenn die Lebensgemeinschaft weniger als fünf Jahre dauerte – vorausgesetzt, das Stiftungsreglement sieht dies vor und man hat den Partner bei der 3a-Vorsorgestiftung registriert und ihn im Testament als Erben eingesetzt.

Generell empfiehlt es sich für Konkubinatspaare, ein Testament oder einen Erbvertrag aufsetzen. Damit können sie sicherstellen, dass auch von den restlichen Ersparnissen mindestens ein Teil ihrem Partner zugutekommt. Pflichtteile von Nachkommen dürfen aber nie verletzt werden.

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