Tipps für Ihre Altersvorsorge: AHV, Pensionskasse, 3. Säule

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Newsletter vom 22. April 2016

Erfahren Sie regelmässig, wie Sie Ihre AHV, Pensionskasse und 3. Säule optimieren können und wie Sie Ihre Pensionierung finanziell richtig planen.

Die 5 grössten Stolpersteine bei der Pensionierung

Wer bei der Pensionierung die falschen Entscheidungen trifft, zahlt viel Lehrgeld. Es lohnt sich, den Ruhestand frühzeitig richtig zu planen. Auf diese Stolpersteine sollte man besonders achten.

1. Vorsorgeguthaben gestaffelt beziehen

Bei der Pensionierung muss man nicht das gesamte Guthaben beziehen, das man im Laufe des Erwerbslebens angespart hat. Wer sich sein Guthaben gestaffelt auszahlen lässt, statt alles im gleichen Jahr zu beziehen, spart unter Umständen mehrere tausend Franken Steuern (siehe Tabelle). Guthaben auf Säule-3a-Konten und Freizügigkeitskonten kann man bis zu fünf Jahre vor dem ordentlichen AHV-Alter beziehen.

Steuerersparnis bei einem gestaffelten Bezug des Pensionskassen-Guthabens
Ausgangslage: PK-Guthaben von 900‘000 Franken; Kapitalauszahlungssteuer Bund, Kanton und Gemeinde (exkl. Kirchensteuern), Tarif für Verheiratete

2. Die AHV-Rente kommt nicht automatisch

Viele gehen davon aus, dass sie automatisch eine Rente bekommen, wenn sie das AHV-Alter erreichen. Allerdings: Den Bezug der Rente muss man bei der zuständigen Ausgleichskasse anmelden – am besten drei bis sechs Monate vor der Pensionierung.

3. Frühpensionierte bleiben AHV-pflichtig

Die AHV-Beitragspflicht endet für Männer mit 65, für Frauen mit 64 Jahren. Auch ein Vorbezug der AHV-Rente befreit nicht von der Beitragspflicht. Je nach Renteneinkommen und Vermögen können die jährlichen AHV-Beiträge bis zu 23‘900 Franken pro Person betragen. Allerdings lassen sich die Beiträge mit einer gestaffelten Pensionierung oder einem Teilzeiteinkommen nach der Frühpensionierung senken. Bei einem Ehepaar entfällt in der Regel die Beitragspflicht des pensionierten Partners, wenn der andere noch erwerbstätig ist.

4. Steuerbelastung sinkt weniger als erwartet

Die Einkünfte aus AHV und Pensionskasse sind in der Regel tiefer als das bisherige Erwerbseinkommen. Dennoch sinkt die Steuerbelastung oft weniger deutlich als erhofft. Das liegt vor allem daran, dass viele Abzüge wegfallen – zum Beispiel für die Vorsorge oder die Berufsauslagen. Deshalb lohnt es sich, die steuerbaren Einkünfte und das Vermögen im Hinblick auf die Pensionierung zu optimieren.

5. Hypothek nicht voreilig abzahlen

Viele Eigenheimbesitzer wollen ihre Hypothek ganz oder teilweise zurückzuzahlen, bevor sie pensioniert werden. Sie gehen davon aus, dass sie die Hypothek bei Bedarf wieder aufstocken können. Was viele nicht wissen: Wegen dem tieferen Einkommen lehnen die Banken dies häufig ab. Wer seine Hypothek amortisiert, sollte deshalb immer eine ausreichende Reserve an flüssigen Mitteln zurückbehalten, um unvorhersehbare Kosten decken zu können.

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