Finanztipps vom LGBT-Desk

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Newsletter vom 29. Mai 2016

Informieren Sie sich regelmässig rund um das Thema Pensionierung, Immobilien, Nachlassplanung und erfahren Sie, worauf Sie als gleichgeschlechtliches Paar und Single achten müssen.

Neuer Workshop: Alles Wichtige zur eingetragenen Partnerschaft

Die Eintragung der Partnerschaft kann sich erheblich auf die finanzielle Situation gleichgeschlechtlicher Paare auswirken. Lernen Sie im neuen kostenlosen Workshop "Eingetragene Partnerschaft", welche Folgen der Wechsel des Zivilstands auf Vorsorge, Steuern und Nachlass hat.

Mit der Eintragung der Partnerschaft erhält die Beziehung gleichgeschlechtlicher Paare teilweise die gleichen Rechte und Pflichten wie die klassische Ehe – vor allem in den Bereichen Steuern, Erbschaft sowie Altersvorsorge. Im Todesfall hingegen ist der Partner trotz Eintragung oftmals zu wenig finanziell abgesichert. Jonas Schneider, Leiter LGBT Clients beim VZ in Zürich, erklärt im Rahmen eines Workshops, was homosexuelle Paare beachten sollten und wie sie sich möglichst gut absichern können. Die Workshops finden in Zürich statt und sind kostenlos.

Inhalt des Workshops ist unter anderem die Auswirkung der Eintragung auf die Steuerbelastung und die künftige AHV. Heute erhalten Ehepaare und eingetragene Paare bei der Pensionierung höchstens 150 Prozent der maximalen AHV-Rente für Alleinstehende. Will heissen: Beide Partner erhalten zusammen höchstens 3525 Franken (siehe Tabelle). Paare im Konkubinat kommen hingegen auf bis zu 4700 Franken im Monat. Je nach Einkommen der beiden Partner verändern sich die Einkommenssteuern nach der Eintragung zum Positiven oder Negativen. Im Kanton Zürich muss man nach der Eintragung meist deutlich höhere Einkommenssteuern bezahlen.

Die aktuell gültigen Altersrenten der AHV
Renten in Fr. pro Monat; Voraussetzung: keine Beitragslücken

Viele gleichgeschlechtliche Paare gehen zudem davon aus, dass sie mit der Eintragung ihrer Partnerschaft sich gegenseitig abgesichert haben. Oftmals ist das aber nicht der Fall. Stirbt ein Partner, zahlen die AHV und die Unfallversicherungen nur dann eine Hinterbliebenenrente aus, wenn der überlebende Partner minderjährige Kinder betreut. Ansonsten geht der überlebende Partner leer aus.

Hoch sind die Hürden auch bei den Pensionskassen: Hier erhält der überlebende Partner nur dann eine Rente oder ein einmaliges Kapital, wenn er mindestens 45 Jahre alt ist und die Partnerschaft seit fünf Jahre eingetragen war.

Deutlich besser gestellt sind eingetragene Partner hingegen in Bezug auf das Erbrecht. Auch ohne Testament oder einen Erbvertrag erhält der überlebende Partner mindestens die Hälfte des Nachlassvermögens eines verstorbenen Partners. Hinterlässt der Verstorbene keine Kinder, erhält der hinterbliebene Partner gar mindestens drei Viertel des Nachlasses. Der übrige Viertel geht aber an die Eltern oder an die Geschwister, wenn beide Eltern bereits tot sind.

Kostenlose Workshops – jetzt anmelden

Im Workshop "Eingetragene Partnerschaft" erfahren Sie alles Wichtige zum Thema. Die Workshops finden statt am:

  • Mittwoch, 29. Juni, 11.45 Uhr
  • Donnerstag, 7. Juli, 16.00 Uhr
  • Freitag, 15. Juli, 11.45 Uhr

Ort: Zürich, VZ Lounge, Beethovenstrasse 24, Dauer: ca. 90 Minuten