Zusätzlicher Erwerbsersatz bei Invalidität
Die Erwerbsunfähigkeitsrente zahlt einen langfristigen Lohnersatz, wenn die versicherte Person invalid wird.
Die Versicherung zahlt aber nur, wenn die Invalidität zu einer Lohneinbusse von mindestens 25 Prozent führt und erst nach Ablauf der vereinbarten Wartefrist (meist zwei Jahre).
Die volle versicherte Rente erhält nur, wer mindestens zu zwei Dritteln invalid ist. Bei geringerer Invalidität wird eine Rente entsprechend dem Invaliditätsgrad ausgerichtet.
Der Versicherungsnehmer erhält nach Ablauf der Versicherung kein Geld ausbezahlt, wenn er bis zum Vertragsablauf nicht invalid geworden ist. Die Erwerbunfähigkeitsrente ist also keine Sparversicherung.
Checkliste Erwerbsunfähigkeitsrente
- Bevorzugen Sie Gesellschaften, die eine Prämiengarantie über die ganze Laufzeit gewähren.
- Achten Sie bei der Auswahl nicht nur auf eine tiefe Nettoprämie, sondern berücksichtigen Sie auch die Bruttoprämie.
- Viele Versicherungsvertreter werden Ihnen eine so genannte gemischte Lebensversicherung verkaufen wollen, die eine Erwerbsunfähigkeitsrente mit einem Sparprozess verbindet. Hier ist Skepsis angebracht.
- Lesen Sie in den Versicherungsbedingungen, unter welchen Umständen Sie trotz Invalidität keine Zahlung erhalten (zum Beispiel bei Tabletten-, Alkohol- bzw. Drogensucht).
- Prüfen Sie, ob Sie bei Invalidität durch Unfall nicht schon ausreichend versichert sind. Wenn ja, können Sie die Unfalldeckung ausschliessen und rund 10 Prozent Prämien sparen.
- Wenn Sie die Versicherung in der steuerbegünstigten Säule 3a abschliessen, können Sie die Prämienzahlungen vom steuerbaren Einkommen abziehen.